Weitere temporäre BegrünungenBasel-Stadt wandelt Quartierstrassen in «Summeregge» um
Der Kanton hat in drei Begegnungszonen Sitzgelegenheiten und Pflanzen aufgestellt. Diese sollen während der Sommerferien als Quartiertreffpunkte dienen.

Der Kanton Basel-Stadt wird nicht müde, Pflanzentöpfe aufzustellen. Nach der Schaffung von temporären Schattenplätzen folgt nun eine weitere Sommeraktion: Während der Ferien werden drei Strassen in Basel zu «Summeregge» umgewandelt, wie das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) am Montag mitteilt. Die temporären Anlagen seien mit einem sogenannten Parklet, Pflanztrögen mit integrierter Sitzbank und einer Spielkiste, ausgestattet. Unter Parklet wird die Möblierung von ehemaligen Parkfeldern bezeichnet. Dazu werden oft Holzpaletten verwendet.
Die «Summeregge» sei ein temporärer Verweilort in einer Begegnungszone, so das BVD. Sie werde während der Sommerferien in den drei Begegnungszonen Rührbergerstrasse, Kandererstrasse und Davidsrain eingerichtet. Die Anlagen befänden sich auf einigen temporär aufgehobenen Parkplätzen, die speziell als «Summeregge» gekennzeichnet seien. «Der Strassenraum bleibt eine Begegnungszone mit Tempo 20, Fussgängerinnen und Fussgänger haben Vortritt.»

Jeweils auf einem dieser aufgehobenen Parkplätze stehe ein Parklet, das aus einem Pflanztrog mit integrierter Sitzbank bestehe. Ein zweiter Pflanztrog mit integrierter Sitzbank werde am Ende der «Summeregge» platziert. Ebenfalls stehe eine Spielkiste «mit einem vielfältigen Sortiment an Sport- und Spielmaterial» zur Verfügung.
Man wolle damit einen Treffpunkt schaffen, «um sich mit Nachbarinnen und Nachbarn auszutauschen oder zu spielen, zu verweilen und zu geniessen». Der Kanton lade die Anwohnenden und die Quartierbewohnenden ein, die «Summeregge» als zusätzlichen öffentlichen Raum zu nutzen.
Das BVD versteht die Aktion im Zeichen der kantonalen Mobilitätsstrategie, mit der Quartierstrassen vermehrt vom Verkehr entlastet und begrünt werden sollen. «Mit dem Stadtklimakonzept stellt der Kanton sicher, dass sich Basel klimaangepasst weiterentwickelt, damit die Hitzebelastung in den Sommermonaten nicht zu gross wird.» (Lesen Sie hier, wie Baudirektorin Esther Keller auf die Kritik an temporären Begrünungsaktionen reagiert.)
Auch diverse Vorstösse aus der Bevölkerung und der Politik fordern laut BVD verkehrsberuhigte und begrünte Strassen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Quartieren. Konkrete Forderungen stellten etwa die Petitionen «Charta für ein zukunftsfähiges Wettstein-Quartier» und «Basel St. Johann – begrünt, klimafreundlich, lebenswert» sowie die Anzüge aus dem Grossen Rat betreffend «Superblocks in Basel» und «Ferienstrassen in Basel».
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