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Hoher FrauenanteilBasel-Stadt hat das weiblichste Kantonsparlament der Schweiz

Am Sonntag wurden ins 100-köpfige Parlament 42 Frauen gewählt, was 42 Prozent entspricht. Damit ist der Frauenanteil so hoch wie noch nie. Zudem wird der Grosse Rat jünger.

Edibe Gölgeli sitzt seit 2015 für die SP im basel-städtischen Grossen Rat. Am Sonntag wurde sie mit 41 weiteren Frauen wiedergewählt.
Edibe Gölgeli sitzt seit 2015 für die SP im basel-städtischen Grossen Rat. Am Sonntag wurde sie mit 41 weiteren Frauen wiedergewählt.
Foto: Florian Bärtschiger

Jünger und weiblicher präsentiert sich das neue Basler Kantonsparlament, das am Sonntag gewählt worden ist. Der Frauenanteil hat einen landesweiten Spitzenwert erreicht.

Zur Grossratswahl angetreten sind 510 Männer und 282 Frauen. Das ergibt einen Frauenanteil von 35,6 Prozent. Gewählt wurden ins 100-köpfige Parlament 42 Frauen, was 42 Prozent entspricht. Damit sei der Frauenanteil so hoch wie noch nie, teilten die Basler Parlamentsdienste am Montag mit.

Bisher war der höchste Frauenanteil im Basler Parlament mit 37 Prozent bei den Wahlen 2008 verzeichnet worden. 2012 und 2016 betrug dieser Wert jeweils 31 Prozent. Damit hat Basel-Stadt nunmehr das weiblichste Kantonsparlament des Landes. Der landesweite Schnitt liegt bei 29,6 Prozent. Auf dem zweiten Platz liegt der Kanton Zürich mit einem Frauenanteil von 40,6 Prozent, gefolgt vom Baselbieter Landrat mit 40 Prozent.

Durchschnittsjahrgang 1973

Das neue Parlament, das seine Arbeit am 1. Februar 2021 aufnimmt, ist nicht nur weiblicher, sondern auch jünger: Im Durchschnitt hat der neue Grosse Rat Jahrgang 1973, was ein Durchschnittsalter von 47 Jahren ergibt. 2016 betrug das Durchschnittsalter 51,3 Jahre, 2012 49,5 Jahre.

Der maximale Altersunterschied im neuen Rar beträgt rund 56 Jahre. Jüngster Parlamentarier ist mit Jahrgang 2001 der Neugewählte Laurin Hoppler vom Grünen Bündnis. Jahrgang 1945 hat dagegen der Bisherige Thomas Müry (LDP) als ältestes Ratsmitglied.

Weiter weist das am Sonntag gewählte Parlament mit einem Anteil von 26 Prozent mehr neue Mitglieder auf als bei den beiden letzten Wahlen. 2016 betrug diese Quote 19 Prozent gegenüber 22 Prozent vier Jahre zuvor.

Zur Wiederwahl angetreten sind am Sonntag 80 Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Sechs von ihnen scheiterten. Manche können jedoch möglicherweise noch nachrücken, wie die Parlamentsdienste festhalten.

SDA/bor

24 Kommentare
    A.J.M

    Bald werden die Quoten noch so verfeinert, bis nur noch grosse Parteien alles erfüllen können. Nach Religion, sexueller Orientierung, ledig, verheiratet, geschieden, 100, 80 oder 50% berufstätig, allein erziehend oder nicht, weiss, schwarz , rot oder gelb etc.

    Zunehmend empfinde ich mein Alter als Privileg, diesen Unsinn nicht mehr allzu lange ertragen zu müssen.

    Das Einzige, was nie zum Kriterium geworden ist, ist die Qualifikation - eigentlich nicht erstaunlich, wenn man sieht wie regiert wird.