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Flüchtlingskrise im MittelmeerBaby stirbt kurz nach Seenot-Rettung

Helfer des spanischen Schiffes «Open Arms» haben am Mittwoch mehr als 110 Menschen geborgen. Fünf Personen zog die Mannschaft bereits tot aus dem Wasser.

Wie Open Arms am Donnerstag mitteilte, zog die Mannschaft bei dem Einsatz fünf Menschen bereits tot aus dem Wasser. Mit dem Baby stieg die Zahl der Toten auf sechs.
Wie Open Arms am Donnerstag mitteilte, zog die Mannschaft bei dem Einsatz fünf Menschen bereits tot aus dem Wasser. Mit dem Baby stieg die Zahl der Toten auf sechs.
Foto: Keystone

Kurz nach der Rettung aus dem Mittelmeer ist ein sechs Monate altes Flüchtlingsbaby nach Angaben der Helfer auf dem Schiff «Open Arms» gestorben. Die privaten spanischen Retter hatten am Mittwoch mehr als 110 Migranten vor Libyen aus Seenot geborgen.

Wie Open Arms am Donnerstag mitteilte, zog die Mannschaft bei dem Einsatz fünf Menschen bereits tot aus dem Wasser. Mit dem Baby stieg die Zahl der Toten auf sechs.

Viele Menschen legen weiterhin in kleinen Booten in den nordafrikanischen Ländern Tunesien und Libyen ab, um nach Europa zu gelangen.
Viele Menschen legen weiterhin in kleinen Booten in den nordafrikanischen Ländern Tunesien und Libyen ab, um nach Europa zu gelangen.
Foto: Keystone

Nach Angaben der Organisation brachte die italienische Küstenwache die Mutter des toten Jungen aus Guinea, dessen Name mit Joseph angegeben wurde, und eine schwangere Frau auf die Insel Lampedusa. Drei Migranten, darunter ein weiteres Baby, seien aus medizinischen Gründen nach Malta geflogen worden, hiess es. Nach insgesamt drei Rettungsaktionen im Mittelmeer befänden sich nun 257 Migranten an Bord der «Open Arms».

Viele Menschen legen weiterhin in kleinen Booten in den nordafrikanischen Ländern Tunesien und Libyen ab, um nach Europa zu gelangen. Auf der Insel Lampedusa landeten in den vergangenen Tagen mehrere Boote mit Hunderten von Menschen. Insgesamt kamen in Italien nach offiziellen Zahlen 2020 bisher fast 31’000 Migranten an. 2019 waren es im gleichen Zeitraum knapp 10’000 Menschen gewesen.

Die deutsche Hilfsorganisation Seebrücke sprach in einer Stellungnahme von nun 18 Toten im zentralen Mittelmeer innerhalb von zwei Tagen. «Der Tod dieser Menschen reiht sich in die vielen anderen Katastrophen auf dem Mittelmeer und neuerdings auch im Atlantik ein», hiess es in einer Mitteilung aus Berlin am Donnerstag.

SDA/step