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Rasend durch die Rockies: Mit dem 300 SL auf der «Colorado Grand»

Amerika gilt als Mutterland des Tempolimits. Schon 20 Meilen über dem Soll reichen in manchen Staaten für den Knast. Doch einmal im Jahr drückt die Polizei ein Auge zu.

Wenn 100 millionenschwere Oldtimer bei der «Colorado Grand» 1000 Meilen durch die Rocky Mountains rasen, machen ihnen die State Trooper sogar den Weg frei. Der TAGESANZEIGER hat die Rallye in einem ganz besonderen Wagen begleitet: Einer Rennversion des Mercedes 300 SL.

Ein Bollern und ein Brüllen

Das Auto ist wie gemacht für solche Strecken. Zwar ist der schokoladenbraune Zweisitzer 1962 mal als ganz normaler Roadster gebaut worden. Doch irgendwann hat sich der Besitzer an die Sportwagen-Gene des 300 SL – immerhin Sieger bei der Mille Miglia oder der Carrera Panamerica - erinnert und Boliden zurückgerüstet: Statt des Verdecks gibt es riesige Überrollbügel, die Stossstangen wurden entfernt, und der verkürzte Auspuff kommt vor dem Beifahrer aus dem Kotflügel. So kann der Sechszylinder freier atmen. Die Leistung des drei Liter grossen Direkteinspritzers klettert von 215 auf etwa 240 PS, und der Krach ist ohrenbetäubend. Im Leerlauf tuckert der SL noch wie ein Hafenschlepper. Doch kaum gibt man Gas, bollert und brüllt der Motor so laut, dass man jede Unterhaltung vergessen kann.

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