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Das vernetzte Auto

Ferndiagnosee, Apps und Unterhaltung aus dem Netz: Das Internet im Auto gewinnt immer mehr an Bedeutung, ist IBM überzeugt.

Das Auto vernetzt sich immer stärker mit dem Internet: Models an der IAA bei der Präsentation der Skoda-Fahrzeugstudie «Mission L».
Das Auto vernetzt sich immer stärker mit dem Internet: Models an der IAA bei der Präsentation der Skoda-Fahrzeugstudie «Mission L».
Keystone

«Das ist kein Nebenschauplatz, auf dem wir uns tummeln, sondern ein strategisches Feld, in das wir mit aller Kraft reingehen», sagte der IBM-Automotiveexperte Stefan Schumacher an der Automesse IAA in Frankfurt. Der Konzern investiere Milliarden in dem Bereich. Mit mehreren Herstellern gebe es Kooperationen, Namen nannte er allerdings nicht.

Ferndiagnose und Internet-Radio

Es gebe ein Zeitfenster von weniger als zehn Jahren, bis alle wichtigen Autohersteller ihre Autos vernetzen wollen, sagte Schumacher. Dazu zählten nicht nur die Hersteller von Luxusautos, die Entwicklung reiche bis in die unteren Preisklassen. Als Anwendungsbeispiele nannte er die Ferndiagnose von Fahrzeugproblemen, Navigationshilfen oder Unterhaltung aus dem Netz.

Der weltweite Vizepräsident für die Automotive Industrie bei IBM, Gerhard Baum, sagte: «Das Fahrzeug der Zukunft wird verbunden sein.» Nach seiner Auffassung muss es das auch. «Es wird weltweit 77 Milliarden Apps-Downloads bis 2014 geben», sagte er. App steht für Application und ist ein Programm für mobile Geräte wie Smartphones.

Mehr über Autofahrer erfahren

«Alles, was diese Welt nicht abdeckt, wird als alt betrachtet», sagte Baum. Deswegen sei es ein Geschäftsfeld, an dem die Automobilindustrie gar nicht vorbeikomme. Momentan gingen allerdings weniger als ein Prozent aller Internetnutzer aus dem Fahrzeug heraus ins weltweite Web.

Für die Autohersteller bringe das viele Vorteile mit sich, beispielsweise in der Kundenbindung. «Sie erkennen, wo die Kunden hinfahren, wie sie fahren und welche mobilen Anwendungen sie schätzen», sagte Baum.

Auch der Service der Hersteller werde optimiert und kostengünstiger. Autofahrer könnten sich wiederum in Gemeinschaften vernetzen, beispielsweise in einer Community der Mini- oder der Golf-Fahrer.

Zudem soll die Vernetzung langfristig helfen, Staus zu vermeiden. Derzeit lassen sich laut Baum nur Ist-Zustände erfassen und auf der Basis die Verkehrssituation in den darauffolgenden Minuten simulieren. In Zukunft soll die Technik auch in der Lage sein, die Situation in Echtzeit zu erfassen und einzelne Verkehrsteilnehmer so zu lenken, dass keine Staus mehr entstehen.

dapd

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