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«S» – wie spurten oder sparen

Als Turbo S wird der Porsche Cayenne zum Sportwagen.

Porsche Cayenne nachgeschärft: Der Turbo S steht mit 550 PS am Start.
Porsche Cayenne nachgeschärft: Der Turbo S steht mit 550 PS am Start.
Porsche

Für den wenig bescheidenen Aufpreis von 39 500 Franken legt der 4,8-LiterV8-Motor noch einmal zehn Prozent zu und leistet jetzt 550 PS. Gleichzeitig steigt das maximale Drehmoment um 50 auf 750 Nm und lässt die Pfunde des Dickschiffs purzeln wie die Blätter in einem Herbstwald: Als wäre er ein flacher, leichter Sportwagen, beschleunigt der Allradler in 4,5 Sekunden auf Tempo 100. Damit nimmt er dem normalen Turbo 0,2 Sekunden ab und schafft – theoretisch – eine Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h. Trotzdem pflegt der Cayenne Turbo S einen ungewöhnlich zurückhaltenden Umgang mit dem Treibstoff: Zumindest auf dem Prüfstand ist er mit gerade einmal 11,5 Litern zufrieden.

Schwarzer Glanz für den S

Doch Kraft alleine macht nicht zwingend schnell. Und damit der Cayenne auch entsprechend flott um die Kurven kommt, haben die Porsche-Ingenieure noch einmal am Fahrwerk gearbeitet: Die aktive Wankstabilisierung kämpft gegen die Seitenneigung, das Torque Vectoring verteilt die Kraft je nach Kurvenradius zwischen den 21-Zoll-Rädern, die Bremsen haben mehr Biss, und die elektronische Dämpferregelung nimmt etwas weniger Rücksicht auf den Komfort.

Weil zu jedem Sportwagen – egal ob Coupé, Cabrio oder SUV – auch ein bisschen Show & Shine gehört, haben die Schwaben auch das Design überarbeitet. Die meisten Anbauteile sind deshalb jetzt mit schwarzem Glanzlack überzogen, und innen fangen eine zweifarbige Lederausstattung sowie die vielen Karbon-Applikationen den Blick.

Mit dem Turbo S wächst die Cayenne-Familie von Porsche auf jetzt schon acht verschiedene Modelle. Und Porsche wäre nicht Porsche, wenn in Zuffenhausen nicht noch an einem weiteren Ableger gearbeitet würde. Doch fürs Erste dürfte es das tatsächlich gewesen sein. Denn jetzt richten sich die Augen der Allradentwickler und SUV-Spezialisten erst mal auf ein ganz anderes Projekt: 2013 kommt als kleiner Bruder des Cayenne der neue Macan. Und für den braucht es schliesslich auch ein paar Varianten. Könnte ja sein, dass es mal pressiert. (tg)

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