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«Lord Vollgas» liess bitten

Weit über 100'000 Autofans besuchten am vergangenen Wochenende das kultige Festival of Speed im südenglischen Goodwood.

Lord March — hier am Steuer eines Lotus-Ford — ist der Herr über den Landsitz Goodwood und das weltberühmte Festival of Speed. Fotos: Paul Melbert/Jeff Bloxham/Matt Sills
Lord March — hier am Steuer eines Lotus-Ford — ist der Herr über den Landsitz Goodwood und das weltberühmte Festival of Speed. Fotos: Paul Melbert/Jeff Bloxham/Matt Sills
Ein Bugatti Veyron dreht seine Runden in Goodwood.
Ein Bugatti Veyron dreht seine Runden in Goodwood.
Auch ein Königseck war mit von der Partie.
Auch ein Königseck war mit von der Partie.
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Da können selbst die Formel 1 und der Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring einpacken: Wenn Lord March zum Festival of Speed auf seinen Landsitz in Goodwood bittet, kommen dort mehr Pferdestärken zusammen als irgendwo sonst auf der Welt. Denn drei Tage lang dreht sich hier, in der südenglischen Grafschaft, alles um den Motorsport von gestern, von heute und von morgen.

Button, Hamilton und Stewart

Die Liste der Teilnehmer für den von weit über Hunderttausend Gästen besuchten Event vom vergangenen Wochenende liesst sich darum wie ein Who’s who der Vollgas-Geschichte: Allein 20 PS-Grossmeister mit gemeinsam über 70 Weltmeistertiteln sind den legendären «Hill Climb» hinaufgejagt, der zwar nicht einmal zwei Kilometer lang ist und nur zwei Kurven hat, aber für dieses Wochenende zur schnellsten Showbühne der Welt wurde. Die Lokalmatadoren Jenson Button und Lewis Hamilton waren dabei, Mark Webber und Nico Rosberg ebenso wie Mika Häkkinen und die aktuellen Autos von immerhin sechs Formel-1-Rennställen. Dabei kam es in der Boxengasse immer wieder zum Treffen der Generationen. Denn auf Einladung von Lord March sassen auch Legenden wie Sir Stirling Moss, Emerson Fittipaldi, Jochen Mass oder Jackie Stewart und Rallye-Grössen wie Rauno Aaltonen, Jimmy McRay und Ken Bloch hinter dem Steuer — auch wenn sie nur wie Sir Stirling mit einem elektrischen Golf-Karren durchs Fahrerlager rollten.

Auf der Strecke war alles, was schnell, stark und laut ist, dabei: Nicht umsonst haben Mercedes, Porsche, BMW, Audi, Jaguar, und wie sie alle heissen, ihre Schatzkammern geöffnet und jede Menge leistungsstarke Legenden in den britischen Süden gekarrt. Mindestens 100 Alfa Romeos zum grossen runden Firmengeburtstag, ein halbes Dutzend Silberpfeile aus Ingolstadt und Stuttgart, die lautesten und legendärsten Rennsport-Porsche, ein Dutzend Rennwagen aus der Nascar-Serie oder von der Carrera Panamericana und natürlich jede Menge Autos aus Le Mans oder von der Mille Miglia.

Billy Gibbons mit «CadZZilla»

Wem das Geheul der Rennmotoren nicht behagte, der bekam während des Festivals auf dem Cricket-Pitch ganz andere Töne auf die Ohren. Dort sorgte die Sonderschau «Cars, Stars and Guitars», zu der Lord March 20 Autos aufgefahren hat, die in berühmten Liedern eine tragende Rolle spielen — von Janis Joplins «Mercedes Benz» bis zu Bruce Springsteens «Pink Cadillac» — für Spektakel.

Die Musik kam allerdings nicht nur von der Konserve. Sondern wie jedes Jahr haben sich auch diesmal ein paar PS-verrückte Rockstars samt ihrer Autos angesagt: Billy Gibbons, der bärtige Gründer von ZZ Top kam mit Gitarre und seinem «CadZZilla», und die amerikanische Songwriter-Legende Jimmie Vaughn hatte ihren pistazien-grünen 61er-Cadillac mit auf der Bühne.

Zwar drehte es sich in Goodwood vor allem um die rasante Vergangenheit und den aktuellen Motorsport. Doch wenn mehr als 100'000 begeisterte Autofans aus der ganzen Welt zusammenkommen, nutzt die Industrie das natürlich auch als Bühne für ihr konventionelles Fahrzeugprogramm. Und weil man mit Polo oder Fiesta bei so einem Event keinen locken kann, standen in der Boxengasse vor allem potente Sportwagen und teure Exoten vom Spyker C8-Aileron über den Zagato TZ3 und den Mercedes SLS bis hin zum neuen McLaren oder dem wiedergeborenen Veritas. Und natürlich gab es sogar ein paar Weltpremieren: So hat Alpina in Goodwood den neuen BMW 5er als B5 ins Rampenlicht gestellt, Jaguar feierte den 75. Geburtstag mit einem schnelleren und stärkeren XKR, und bei Mercedes stand der frisch aufpolierte CL im Pavillon.

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