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So haben die USA gewählt

Barack Obama hat gegen Mitt Romney deutlich gewonnen. Die Mehrheit der Republikaner in der grossen Kammer wird ihm jedoch zu schaffen machen.

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat Barack Obama einen historischen Sieg errungen und seinen Einsatz für die Einheit des tief gespaltenen Landes versprochen. «Wir sind nicht so geteilt, wie unsere Politik das glauben machen will», sagte der 51-Jährige in der Nacht zum Mittwoch nach seinem Sieg über den Republikaner Mitt Romney. Bei der Wahl sicherte sich Obama die Stimmen von fast drei Fünfteln der Wahlmänner in den Bundesstaaten.

«Für die Vereinigten Staaten von Amerika kommt das Beste erst noch», sagte Obama vor jubelnden Anhängern in Chicago und bot Romney seine Zusammenarbeit an, «um das Land voranzubringen». Der Präsident versicherte, er sei «entschlossener und begeisterter als je zuvor». Obama war 2008 zum ersten afroamerikanischen Staatschef der USA gewählt worden. Er ist nach Bill Clinton der zweite Präsident der Demokraten seit dem Zweiten Weltkrieg, der die Wiederwahl geschafft hat.

Romney wünscht Obama alles Gute

Romney brauchte einige Zeit, bis er vor seine in Boston versammelten republikanischen Anhänger trat und seine Niederlage eingestand. «Ich habe soeben Präsident Obama angerufen, um ihm zu seinem Sieg zu gratulieren», sagte er. «Das ist eine Zeit grosser Herausforderungen für Amerika, und ich bete, dass der Präsident Erfolg haben wird, unsere Nation zu führen», fügte er hinzu und wünschte «dem Präsidenten, der First Lady und ihren Töchtern» alles Gute.

In der Wahlnacht lieferten sich Obama und Romney zunächst das erwartet enge Rennen um die Stimmen im Wahlmännergremium, das Obama nun noch offiziell zum Staatschef küren muss. Während der Präsident in den traditionell demokratischen Bundesstaaten im Nordosten der USA die meisten Stimmen erhielt, konnte der Republikaner sich Texas und andere konservative Südstaaten sichern.

Obama holt fast alle Swing States

Als Obama in den heiss umkämpften Bundesstaaten New Hampshire und Wisconsin gewann, neigte sich das Ergebnis zu seinen Gunsten. Romney holte zwar North Carolina, Obama aber fast alle anderen sogenannten Swing States, die wegen wechselnder Mehrheiten ausschlaggebend sind. Der Präsident wurde in Iowa, Ohio, Colorado, Nevada und Virginia zum Sieger erklärt.

Die Erfolge in den Swing States hoben Obama über die erforderliche Schwelle von 270 Wahlmännerstimmen. Nach jüngsten Angaben der Fernsehsender sicherte sich Obama 303 Stimmen, Romney 206. Die Angaben zu Florida, wo das Rennen äusserst knapp war, standen noch aus, weil die Auszählung in der Nacht unterbrochen wurde. Entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis kann Florida aber nicht mehr nehmen.

Politischer Stillstand droht weiterhin

Die Machtverhältnisse im US-Kongress bleiben indes unverändert: Während die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus bei der Kongresswahl verteidigen konnten, behielten die Demokraten die Oberhand im Senat, wie US-Fernsehsender berichteten. Damit droht weiter politischer Stillstand in Washington bei wichtigen Themen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Obama und lobte das gute Verhältnis zwischen Deutschland und den USA. Ähnlich äusserten sich Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesaussenminister Guido Westerwelle (FDP). Auch Vertreter von Europäischer Union und Nato sowie zahlreiche in- und ausländische Politiker beglückwünschten Obama zu seiner Wiederwahl.

dapd/ sda/mrs

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