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Umstrittene Tonbandaufnahme provoziert türkische Bevölkerung

«Überall ist Bestechung, überall ist Korruption»: Die angeblichen Telefonmitschnitte, die Korruptionsvorwürfen gegen Premierminister Erdogan neue Nahrung geben, sorgen in der Türkei für Unmut.

Proteste gegen Korruption in der Regierung: Türkische Polizisten feuern in Istanbul Tränengas gegen Demonstranten ab. (25. Februar 2014)
Proteste gegen Korruption in der Regierung: Türkische Polizisten feuern in Istanbul Tränengas gegen Demonstranten ab. (25. Februar 2014)
Keystone

In der Türkei ist es zu Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei gekommen. In Istanbul, Ankara, Izmir und anderen Städten demonstrierten am Dienstagabend mehrere Hundert Menschen, wie der Sender CNN Türk heute berichtete.

Auf Bildern war zu sehen, wie die Polizei Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. Demonstranten warfen Steine und zündeten Abfallfässer an. Sie skandierten Parolen wie «Überall ist Bestechung, überall ist Korruption».

Telefonmitschnitte im Internet

Am Montagabend waren im Internet kompromittierende Telefonmitschnitte aufgetaucht, auf denen angeblich Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan seinen Sohn Bilal auffordert, grosse Geldmengen vor Korruptionsermittlungen in Sicherheit zu bringen. Erdogan wies die Aufnahmen als Fälschung zurück und sprach von einer Verschwörung. Die Opposition geht dagegen davon aus, dass die Mitschnitte authentisch sind, und fordert Erdogans Rücktritt.

Die islamisch-konservative Regierung sieht sich seit Mitte Dezember massiven Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Vier Minister mussten im Zuge der Affäre zurücktreten.

SDA/ldc

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