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Kunstdünger für die Bombe von Oslo?

Der mutmassliche Attentäter von Oslo und Utøya war in der Agrarbranche tätig. Dies könnte ihm beim Bau der Bombe geholfen haben, die er im Regierungsviertel gezündet haben soll.

Flammen in der Innenstadt: Die Detonation hat zahllose Fenster zersprengt. Mehrere Gebäude sind komplett zerstört. (22. Juli 2011)
Flammen in der Innenstadt: Die Detonation hat zahllose Fenster zersprengt. Mehrere Gebäude sind komplett zerstört. (22. Juli 2011)
Keystone
Bilder wie im Krieg: Die Osloer Innenstadt nach dem Anschlag.  (22. Juli 2011)
Bilder wie im Krieg: Die Osloer Innenstadt nach dem Anschlag. (22. Juli 2011)
Reuters
Das grosse Chaos: Rettungskräfte suchen nach weiteren Verletzten in Oslo. (22. Juli 2011)
Das grosse Chaos: Rettungskräfte suchen nach weiteren Verletzten in Oslo. (22. Juli 2011)
Reuters
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Der mutmassliche norwegische Attentäter hat seit dem Frühjahr grosse Mengen Kunstdünger eingekauft, der zur Herstellung von Sprengstoff geeignet ist. Das teilte eine Sprecherin des Agrar-Grosshändlers Felleskjøbet am Samstag im TV-Sender NRK mit.

Bei der Explosion einer Bombe im Osloer Regierungsviertel waren gestern sieben Menschen gestorben. Der mutmassliche Täter soll auch für das Massaker kurze Zeit später in einem Ferienlager für Jugendliche mit mehr als 80 Toten verantwortlich sein.

Kein Verdacht wegen Agrarhandel

Wie die Sprecherin der Felleskjøbet-Einkaufszentrale angab, hatte der festgenommene 32-Jährige im Frühjahr mit dem Einkauf von Kunstdünger begonnen. Insgesamt sollen es sechs Tonnen gewesen sein. Man habe keinen Verdacht geschöpft, weil er einen Agrarhandel «Geofarm» für Gemüse und Früchte betrieb. Kunstdünger enthält oft grosse Mengen an Nitrat.

Die Polizei kommentierte die Angaben nicht. Sie hatte bei einer Medienkonferenz erklärt, dass bis auf weiteres keine Details zu den Anschlägen veröffentlicht werden sollen. Der Norweger wurde nach dem Massaker festgenommen und soll nach Polizeiangaben «aussagebereit» sein. Er soll rechtsextreme Ansichten haben.

SDA/ami

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