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Chronologie des Wahnsinns

Amokläufer erschiessen nicht selten Dutzende Menschen. Doch bei keiner anderen Tat dieser Art sind in den vergangenen Jahrzehnten so viele Menschen getötet worden wie jetzt in Norwegen.

Kerzen und Blumen auf der Zuger Rathaustreppe erinnern zum ersten Jahrestag an den Amoklauf, der 14 Menschen das Leben kostete. (27. September 2002)
Kerzen und Blumen auf der Zuger Rathaustreppe erinnern zum ersten Jahrestag an den Amoklauf, der 14 Menschen das Leben kostete. (27. September 2002)
Keystone

Winnenden, März 2009

In seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der anschliessenden Flucht erschiesst ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst. Die Waffe hatte er seinem Vater, einem Sportschützen, entwendet.

Blacksburg, April 2007

Ein Amokläufer erschiesst in der Technischen Universität in Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia 32 Studierende und Lehrkräfte. Beim Eintreffen der Polizei nimmt sich der 23 Jahre alte Englisch-Student aus Südkorea das Leben.

Erfurt, April 2002

Am Erfurter Gutenberg- Gymnasium (Thüringen) richtet ein Ex-Schüler ein Blutbad an. Schwarz vermummt und schwer bewaffnet zieht der 19-Jährige durch das Gebäude und erschiesst 16 Menschen. Dann tötet er sich selbst.

Zug, September 2001

Aus Wut über die Justiz stürmt ein 57-Jähriger ins Kantonsparlament von Zug und schiesst um sich. 14 Menschen sterben. Der Amokläufer wird kurz nach der Tat leblos aufgefunden.

Dunblane, März 1996

Offenbar aus Rache für seine Ausgrenzung als Jugendbetreuer erschiesst ein 43 Jahre alter Arbeitsloser in einer Grundschule im schottischen Dunblane elf Mädchen und fünf Jungen im Alter von fünf und sechs Jahren sowie ihre Lehrerin in der Turnhalle. Dann tötet der Amokläufer sich selbst.

Tasmanien, April 1996

Beim schlimmsten Amoklauf der australischen Geschichte sterben auf der Insel Tasmanien 35 Menschen, darunter mehrere Kinder. In einem Touristen-Café auf dem Gelände der ehemaligen Strafkolonie in Port Arthur schiesst ein geistig Verwirrter mit einem Schnellfeuergewehr auf die Gäste, wechselt dann auf die Strasse und setzt dort seinen Amoklauf fort. Der Täter wird zu 35 Mal lebenslanger Haft verurteilt.

Killeen, Oktober 1991

Bei einem der schlimmsten Blutbäder eines Amokläufers in den USA erschiesst ein 35-Jähriger in einer Cafeteria der texanischen Stadt Killeen 23 Menschen. Der arbeitslose Ex-Soldat erschiesst sich danach selbst.

Südkorea, April 1982

Ein betrunkener 27-jähriger Polizist erschiesst in Südkorea nach einem Streit mit seiner Frau bei einem achtstündigen Amoklauf durch fünf Dörfer nach amtlichen Angaben 69 Menschen, darunter 33 Frauen. Anschliessend sprengt er sich mit einer Handgranate selbst in die Luft.

SDA/ami

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