Kolumbianische Luftwaffe tötet abtrünnige Farc-Rebellen

16 frühere Farc-Kämpfer sind im Osten Kolumbiens bei einem Angriff ums Leben gekommen. Trotz Friedensvertrag sind sie weiterhin in bewaffneten Banden unterwegs.

Kolumbianische Streitkräfte im Einsatz: Im Osten des Landes töteten sie bei einem Luftangriff 16 Rebellen. AP Photo/Fernando Vergara (Archivbild)

Kolumbianische Streitkräfte im Einsatz: Im Osten des Landes töteten sie bei einem Luftangriff 16 Rebellen. AP Photo/Fernando Vergara (Archivbild)

Bei einem Angriff der kolumbianischen Luftwaffe im Osten des Landes sind 16 Rebellen ums Leben gekommen. «Den Streitkräften ist es gelungen, 16 Mitglieder einer abtrünnigen Gruppe der Farc-Guerilla zu töten», teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit.

Ursprünglich hatte die Behörde mitgeteilt, dass zehn Mitglieder der bewaffneten Gruppe getötet worden waren. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos schrieb auf Twitter: «Wir werden gegenüber diesen Kriminellen nicht die Deckung fallen lassen.»

Die kolumbianische Regierung und die linke Guerillaorganisation hatten vor rund eineinhalb Jahren den jahrelangen blutigen Konflikt mit über 220'000 Toten mit einem Friedensvertrag beendet. Die meisten Rebellen legten daraufhin die Waffen nieder und versuchen nun, im zivilen Leben Fuss zu fassen.

Banden erhalten Zulauf

Hunderte frühere Farc-Kämpfer wollten das Friedensabkommen allerdings nicht mittragen und spalteten sich von der Rebellengruppe ab. Diese Banden erhalten zuletzt verstärkt Zulauf, weil viele Farc-Mitglieder von der schleppenden Umsetzung des Vertrags enttäuscht sind.

Der Friedensprozess steht auch im Zentrum der Präsidentenwahl am Sonntag. Favorit Iván Duque will das Abkommen mit den Farc in einigen Punkten ändern. Kritiker befürchten, dass er damit viele Guerilleros wieder in den Untergrund treiben könnte.

sda

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