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Die wichtigsten Fragen zur Flüchtlingskrise

EU und Türkei haben sich geeinigt. Worin besteht die neue Strategie? Und was bringt sie?

Türkei und EU im Geschäft: Der türkische Premier Ahmet Davutoglu (l.) und EU-Ratspräsident Donald Tusk (r.) an der Pressekonferenz gestern in Brüssel.
Türkei und EU im Geschäft: Der türkische Premier Ahmet Davutoglu (l.) und EU-Ratspräsident Donald Tusk (r.) an der Pressekonferenz gestern in Brüssel.
Eric Vidal, Reuters

Welches sind die wichtigsten Punkte des Abkommens zwischen der Türkei und der EU, um die Zahl der nach Europa reisenden Flüchtlinge zu begrenzen?

Die EU bezahlt zunächst 3 Milliarden Euro an die Türkei. Das Geld soll verwendet werden, um die «sozioökonomische» Lage der in der Türkei lebenden Flüchtlinge zu verbessern. Ausserdem verspricht die EU Visaerleichterungen für türkische Staatsbürger sowie eine Intensivierung der EU-Beitrittsverhandlungen. Laut der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» denken die europäischen Staats- und Regierungschefs ferner darüber nach, jährlich ein Kontingent von Flüchtlingen aus der Türkei einreisen zu lassen; die deutsche Zeitung nennt eine Zahl «in der Grössenordnung von 400'000 Personen». Im Gegenzug will die Türkei ihre Grenzen besser sichern, insbesondere diejenige zu Griechenland. Ausserdem sollen Schlepperbanden intensiver bekämpft werden. Es wird auch angestrebt, dass die Türkei ab Juni 2016 ein Rücknahmeabkommen umsetzt, das es der EU erlauben würde, nachweislich über die Türkei eingereiste illegale Migranten zurückzuschaffen.

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