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Iran provoziert mit Test von neuer Rakete

In seiner UNO-Rede hat Donald Trump den Iran scharf attackiert. Nun reagierte der Iran mit einem Test der Choramschar-Rakete.

«Taktische Waffe»: Die Langstrecken-Rakete Choramschahr während einer Militärparade in Teheran. (22. September 2017)
«Taktische Waffe»: Die Langstrecken-Rakete Choramschahr während einer Militärparade in Teheran. (22. September 2017)
Abedin Taherkenareh, Keystone
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor einen Ausbau ... (22. September 2017)
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor einen Ausbau ... (22. September 2017)
AFP
Der Iran werde nicht nur die Raketen, sondern auch die Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken, vermeldete Ruhani. (22. September 2017)
Der Iran werde nicht nur die Raketen, sondern auch die Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken, vermeldete Ruhani. (22. September 2017)
AFP
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Inmitten der Spannungen mit den USA hat der Iran eine neue Mittelstreckenrakete getestet. Das Staatsfernsehen zeigte am Samstag Start und Flug einer Choramschahr-Rakete, die eine Reichweite von 2000 Kilometern hat und mit Mehrfachsprengköpfen ausgerüstet werden kann.

Wann genau der Test stattfand, blieb offen. Irans Präsident Hassan Rohani hatte erst am Vortag einen Ausbau der militärischen Kapazitäten und des Raketenprogramms seines Landes angekündigt. Wenn es um die Verteidigung des Landes gehe, «werden wir niemanden um Erlaubnis fragen», sagte er.

Er reagierte damit auf die jüngsten verbalen Angriffe von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte den Iran in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung am Dienstag als destabilisierende Kraft in der Region angeprangert und mit der Kündigung des Atomabkommens gedroht.

Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen, erklärte er mit Blick auf die Kriege in Syrien und im Irak, in die sowohl der Iran als auch die USA involviert sind. Der iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei hatte Trumps Rede als «billig, hässlich, dumm und unwahr» zurückgewiesen.

Atomwaffenprogramm eingestellt

Teheran betont immer wieder, dass sein Militär- und Raketenprogramm lediglich der Verteidigung der eigenen Grenzen diene und keine Bedrohung für andere Länder sei. Ausserdem seien die Raketen so konstruiert, dass sie keine Atomsprengköpfe tragen könnten.

Sein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen hat der Iran im Rahmen des internationalen Atomabkommens eingestellt. Dennoch gibt es im Westen, besonders in den USA und Israel, Sorgen wegen der iranischen Mittelstreckenraketen. Mit ihrer Reichweite könnten sie jeden Ort in Israel treffen. Ausserdem wird vor allem in Israel befürchtet, dass der Iran sein Atomprogramm wieder aufnehmen könne.

Am Freitag hatte Teheran die Choramschahr bei einer Militärparade der Öffentlichkeit vorgeführt. Dabei wurde hervorgehoben, dass die Rakete kleiner und eher als «taktische Waffe» einzusetzen sei als andere ballistische Raketen, und dass sie mehrere Ziele gleichzeitig angreifen könne. Im Gegensatz zu Lenkraketen fliegen ballistische Raketen nach dem Start ungelenkt auf einer ballistischen Flugbahn.

AFP/chi/sep

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