Zum Hauptinhalt springen

Sarah Palin schiesst zurück

Die in die Kritik geratene Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner ist am Wahlparteitag in die Gegenoffensive gegangen.

Mit scharfen Angriffen gegen den Demokraten Barack Obama hat die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ihre Parteifreunde und Millionen von Wählern an den Fernsehschirmen auf die heisse Phase im US-Präsidentschaftswahlkampf eingestimmt.

In einer vielbejubelten Rede präsentierte sich die 44-Jährige als kampflustige Politikerin, die nicht zum Establishment in Washington gehöre, sondern als engagierte Gouverneurin von Alaska und als «Durchschnittsmama», die ihrem Land dienen wolle.

Antwort auf Kritiker in den Medien

An die Adresse ihrer Kritiker in den Medien sagte Palin: «Hier ist meine Eilmeldung für all diese Reporter und Kommentatoren: Ich gehe nicht nach Washington, damit sie eine gute Meinung von mir bekommen. Ich gehe nach Washington, um den Menschen in diesem grossartigen Land zu dienen.»

Nach der am vergangenen Freitag vom Präsidentschaftskandidaten John McCain bekanntgegebenen Entscheidung für Palin, machten die Schwangerschaft ihrer 17-jährigen Tochter und eine umstrittene Entlassung eines Regierungsbeamten in Alaska Schlagzeilen.

Image als Washington-Aussenseiterin

Palin stellte ihre fünf Kinder und ihren Ehemann Todd vor und erklärte, sie freue sich auf die vor ihr liegende Herausforderung. «Meine Damen und Herren, ich wäre geehrt, ihre Nominierung als Vizepräsidentin zu akzeptieren.»

Zugleich warb sie mit ihrem Image als Washington-Aussenseiterin für sich. Sie gehöre nicht zur «Elite von Washington», sagte sie.

Obama stellte sie als Politiker dar, der in wichtigen Fragen wie dem Irakkrieg, der Bekämpfung des Terrorismus und der Energiepolitik falsch liege. Ausserdem warf sie ihm vor, die Steuern erhöhen zu wollen.

Standing Ovations

Nach der 20-minütigen Leben gab es Standing Ovations für die Frau, die vor einer Woche noch wenig bekannt war und nun ihre erste grosse Bewährungsprobe im nationalen Scheinwerferlicht bestanden hatte. Ihr Mann und ihre Kinder kamen zu ihr auf die Bühne und feierten mit ihr.

McCain betrat ebenfalls die Bühne und rief in den Jubel der Delegierten hinein: «Glaubt ihr nicht, dass wir die richtige Wahl getroffen haben bei der nächsten Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten?»

McCain und Palin sollten im Laufe der Nacht offiziell auf dem Parteitag nominiert werden. McCain wird erst in der Nacht zum Freitag auf dem Parteitag reden.

AP/vin

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch