Zum Hauptinhalt springen

Palin wegen Brückenprojekten in Bedrängnis

Sarah Palin ist dagegen, Steuergelder zu verschwenden. Vor ihrer Nominierung zur Vizepräsidentschaftskandidatin war ihr das aber ziemlich egal.

180-Grad-Wende: Sarah Palin steht wegen eines zweiten Brückenprojekts in der Kritik.
180-Grad-Wende: Sarah Palin steht wegen eines zweiten Brückenprojekts in der Kritik.
Keystone

Sarah Palin steht erneut im Zwielicht. Die Gouverneurin von Alaska hat vor ihrer Nominierung zur Kandidatin für das Vizepräsidentenamt ein Brückenprojekt in Anchorage unterstützt, das über 1 Milliarde Franken kostet. Inzwischen liess sie das umstrittene Projekt aber überprüfen.

Grund: Es zeichnete sich ab, dass die Bundesregierung die Kosten nicht übernehmen wird. Laut der Webzeitung «CQ politics» zeigt das, dass sich Palin nicht wirklich um die Verschleuderung von Bundes-Steuergeldern kümmert, wie sie ständig behauptet. Vielmehr sorgt sie sich nur um das Wohlergehen Alaskas – was manchem McCain-Wähler sauer aufstossen dürfte.

Die Brücke über die Knik-Bucht würde die Fahrt von Anchorage ins Matanuska-Susitna-Tal – dem Wohnort von Palin – um eine Stunde verkürzen. «Ich und andere haben uns schon immer gewünscht, besser an Anchorage angebunden zu sein», sagte sie im Juni den «Anchorage Daily News». Im Gebiet, das zur Agglomeration von Anchorage zählt, wohnen 80'000 Menschen.

Letzte Woche kam Palin wegen eines anderen Brückenprojekts in Bedrängnis: Sie brüstete sich mit der Behauptung, gegen den Bau der mit Steuergeldern finanzierten, jedoch überflüssigen Ketchikan-Brücke eingetreten zu sein – obschon amerikanische Medien klar nachgewiesen hatten, dass die Gouverneurin dem Vorhaben zuerst zugestimmt und sich erst später von dem Bau distanziert hatte.

Die 400 Millionen Franken teure «Brücke nach Nirgendwo» hätte das 14'000-Seelen-Städtchen Ketchikan mit der Insel Gravina verbinden sollen, auf der gerade mal 50 Personen leben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch