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Zahlreiche Tote bei Kämpfen im Jemen

Offiziell herrscht im Jemen eine Waffenruhe. Dessen ungeachtet sind bei Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen 75 Menschen getötet worden.

Trotz Waffenruhe gehen die Kämpfe im Jemen weiter: Truppen der Rebellen im Wüstenstaat.
Trotz Waffenruhe gehen die Kämpfe im Jemen weiter: Truppen der Rebellen im Wüstenstaat.
Abdullah al-Qadry, AFP

Die Kämpfe im Jemen gehen ungeachtet der Waffenruhe und der Friedensverhandlungen der Konfliktparteien in unverminderter Härte weiter. Im Norden des Landes an der Grenze zu Saudiarabien seien in den vergangenen drei Tagen mehr als 40 Rebellen und 35 Regierungssoldaten getötet worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Sicherheitskreisen und von Augenzeugen. Auf beiden Seiten gab es demnach auch Dutzende Verletzte.

Die Regierungstruppen rückten den Angaben zufolge von einem Lager in Saudiarabien, in dem sie monatelang trainiert hatten, über die Grenze in die jemenitische Provinz Haddscha vor. Kampfflugzeuge des von Saudiarabien angeführten Militärbündnisses unterstützten sie aus der Luft. Deren Bomben seien für die meisten Todesopfer verantwortlich gewesen, sagten die Augenzeugen und Sicherheitsbeamten.

Seit Dienstag neuer Anlauf für Friedensvertrag

Das bitterarme arabische Land versinkt seit vergangenem Jahr immer tiefer im Bürgerkrieg. Auf der einen Seite stehen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und Soldaten des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Sie kämpfen gegen Getreue von Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, die von sunnitischen Staaten mit Luftangriffen unterstützt werden.

Beide Seiten hatten am Dienstag einen neuen Anlauf für Friedensgespräche genommen. Parallel dazu sollte eine Woche lang eine Waffenruhe gelten, damit humanitäre Hilfe zur notleidenden Zivilbevölkerung gelangen kann. Doch die Waffenruhe erwies sich gleich zu Anfang als brüchig und die Rebellen brachen am Freitag als Protest die Gespräche mit der Regierungsdelegation ab.

Kämpfe gefährden Verhandlungen

Hinter den Kulissen wurde aber offensichtlich weiter verhandelt. Zwei Teilnehmer der Gespräche sagten der AP, dass die Huthis fünf ranghohe Geiseln freilassen wollten, darunter Verteidigungsminister Mahmud Subaihi und General Nasser Mansur Hadi, den Bruder von Präsident Hadi.

Ob die neuen Kämpfe die Verhandlungen doch noch zum Scheitern bringen würden, war zunächst nicht abzusehen. Am Donnerstag hatten die Huthis unter anderem eingewilligt, Hilfslieferungen nach Haddscha zuzulassen, die Hauptstadt der Provinz, in der nun gekämpft wurde.

SDA/ofi

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