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Wahlen wie in den alten Zeiten

Der ehemalige Armeechef Abdel Fattah al-Sisi steht schon lange als Sieger der ägyptischen Präsidentenwahl fest. Deshalb blieben viele Ägypter den Urnen fern. Damit machen sie sich verdächtig.

Wie in den alten Zeiten: Wahllokal in Kairo. Foto: Nariman El-Mofty (Reuters)
Wie in den alten Zeiten: Wahllokal in Kairo. Foto: Nariman El-Mofty (Reuters)

Für Wahlen wie diese gilt eine Regel, die Menschen ohne Diktaturerfahrung, also etwa protestwählende, parteienmüde, demokratieübersättigte Europäer, nur schwer verstehen. Es ist das Gesetz der falschen Seite. Bei einer Wahl wie jener in Ägypten nämlich – der siebten in drei Jahren –, gibt es eine richtige Seite und eine falsche. Die Richtige, das ist jene von Ex-Armeechef Abdel Fattah al-Sisi, der seit dem Sturz des Islamisten-Präsidenten Mursi im vergangenen Sommer faktisch regiert und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Ägyptens nächster Präsident wird.

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