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Waffenlieferungen aus Libyen erreichen «alarmierende Rate»

Libyen hat sich laut UNO-Experten zu einer der wichtigsten Bezugsquellen für Waffen entwickelt. Sprengstoff, Munition und schwere Waffen landen demnach vor allem in Syrien und Mali.

Mitglieder des syrischen Nationalrats sammeln explodierte Granaten ein, die die Truppen von Muammar al-Ghadhafi im Boden vergraben hatten. (16. November 2011)
Mitglieder des syrischen Nationalrats sammeln explodierte Granaten ein, die die Truppen von Muammar al-Ghadhafi im Boden vergraben hatten. (16. November 2011)
Reuters

Die Vereinten Nationen haben umfassende Waffenlieferungen aus Libyen in Konfliktländer wie Mali oder Syrien ausgemacht. Die Lieferungen aus dem nordafrikanischen Land erreichten trotz eines bestehenden Waffenembargos eine «alarmierende Rate», stellten UNO-Experten in einem in New York veröffentlichten Bericht fest.

Libyen habe sich nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi zu einer der wichtigsten Bezugsquellen für Waffen verschiedenster Art entwickelt. Diese seien in mehr als zwölf Länder entstandt worden.

Schwache Sicherheitskräfte in Libyen

Dabei handle es sich um Sprengstoff und Munition, Granaten, schwere und leichte Waffen sowie Verteidigungssysteme. Viele Fälle seien bewiesen, andere würden noch untersucht, erklärten die Experten im Bericht.

Die Sicherheitskräfte in Libyen sind seit dem Sturz Gaddafis schwach. Viele Teile des Landes werden von Milizen kontrolliert. Die Waffenlieferungen nach Syrien, wo in einem seit zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg bislang mehr als 70'000 Menschen getötet wurden, wurden dem UNO-Bericht zufolge von verschiedenen libyschen Städten aus organisiert.

SDA/mw

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