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Versöhnungswelle auf dem Balkan

Am Jahrestag des Massakers von Srebrenica nahm erneut auch der serbische Präsident teil. Nur die bosnischen Serben blieben weg.

An der diesjährigen Gedenkfeier wurden die sterblichen Überreste von 775 Personen beigesetzt.
An der diesjährigen Gedenkfeier wurden die sterblichen Überreste von 775 Personen beigesetzt.
Keystone

Der Ortsname Srebrenica hat sich längst von der ostbosnischen Kleinstadt gelöst. Er steht seit 15 Jahren als Symbol für das grösste Massaker in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Erklärtes Ziel der serbischen Truppen war es, eine ganze Volksgruppe auszulöschen. Innerhalb von wenigen Tagen wurden 8000 bosniakische (muslimische) Knaben und Männer abgeschlachtet und in Massengräbern verscharrt. Die UNO-Justiz hat den Massenmord als Genozid eingestuft. Für die Opfer, für die überlebenden Mütter von Srebrenica ist das ein schwacher Trost. Die wenigen Rückkehrer leben heute in einer vom Terror gezeichneten Stadt, wo die serbischen Eroberer faktisch die Macht übernommen haben. Laut dem Abkommen von Dayton gehört Srebrenica zur Republika Srpska, dem serbischen Landesteil Bosniens.

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