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Vergewaltigungsopfer al-Obeidi nach Libyen abgeschoben

Eines der prominentesten mutmasslichen Opfer des Ghadhafi-Regimes war nach Katar geflüchtet. Nun wurde es zurück in das kriegsversehrte Land geschickt. Die Nato flog in der Nacht weitere Angriffe auf Tripolis.

Iman al-Obeidi am 26. März im Hotel Rixos in Tripolis.
Iman al-Obeidi am 26. März im Hotel Rixos in Tripolis.
Keystone
Hotelangestellte versuchen, die Frau wegzuziehen. (26. März 2011)
Hotelangestellte versuchen, die Frau wegzuziehen. (26. März 2011)
Keystone
Iman al-Obeidi (links) wird zu einem Auto geführt. (26. März 2011)
Iman al-Obeidi (links) wird zu einem Auto geführt. (26. März 2011)
Keystone
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Imad al-Obeidi hatte Journalisten am 26. März von ihrer Vergewaltigung durch Anhänger des libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi berichtet. Danach war sie vor laufenden Kameras von Wachleuten weggeschleppt worden.

Al-Obeidi flüchtete zunächst nach Tunesien und später nach Katar, von wo sie nun in die libysche Rebellenhochburg Benghazi abgeschoben wurde. «Wir laden sie ein zu bleiben – das ist ihr Land», sagte ein Sprecher der Aufständischen, Jalal al-Gallal, der Nachrichtenagentur AP. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) verurteilte die Abschiebung al-Obeidis. Sie sei «ein anerkannter Flüchtling, und es gibt keinen Grund für ihre Abschiebung», sagte UNHCR-Sprecherin Sybella Wilkes der AP.

Kasernen in Tripolis bombardiert

Unterdessen hat die Nato am frühen Morgen mindestens zehn Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis geflogen. Dabei seien Kasernen in der Nähe des Anwesens von Machthaber Muammar al-Ghadhafi getroffen worden, teilte ein Sprecher der libyschen Regierung mit. Zudem hätten Kampfflugzeuge der Nato eine Polizeiwache und einen Militärstützpunkt in den Vororten Hera und Asisija angegriffen. Ob es dabei Tote oder Verletzte gegeben habe, sei noch unklar, sagte der Regierungssprecher.

Journalisten in einem Hotel in Tripolis berichteten von schweren Explosionen. Bei den Luftangriffen vom Freitagmorgen handelte es sich offenbar um die schwersten seit dem Vermittlungsversuch des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma in der vergangenen Woche.

dapd/jak

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