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USA schicken Terror-Experten nach Jemen

Nach dem Paketbomben-Anschlag schicken die USA Spezialermittler in den Jemen. Sie sollen dort die Kontrolle von Luftfracht verstärken.

Bessere Kontrollen: Luftfracht-Annahmestelle am Flughafen Sanaa, Jemen.
Bessere Kontrollen: Luftfracht-Annahmestelle am Flughafen Sanaa, Jemen.

Nach dem Paketbomben-Fund in Flugzeugen ist ein US-Ermittlungsteam auf dem Weg in den Jemen. Die Antiterror- und Sicherheitsexperten sollen den jemenitischen Behörden bei der Suche nach Verdächtigen im Zusammenhang mit dem versuchten Anschlag helfen.

John Pistole von der US-Luftsicherheitsbehörde sagte dem Fernsehsender CBS am Montag, seine Behörde habe Experten entsandt, um Frachtkontrolleure im Jemen auszubilden und die nötige Ausrüstung bereitzustellen.

Gleicher Sprengstoff wie letzten Dezember

Die USA vermuten das im Jemen ansässige Terrornetzwerk al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hinter dem versuchten Paketbomben-Anschlag. Grund dafür ist der in den Bomben gefundene Sprengstoff PETN, der bereits bei dem an Weihnachten 2009 vereitelten Anschlag auf ein Flugzeug verwendet wurde. Für den Anschlag wurde die jemenitische al-Qaida verantwortlich gemacht.

Die US-Behörden hätten zudem geheime Informationen, dass die Terrorgruppe den Paketbomben-Anschlag geplant habe, sagte ein US-Beamter. Wie am Sonntag bekannt wurde, vermuten die USA, dass der Saudiaraber Ibrahim Hassan al-Asiri, der die Terrorzelle im Jemen mit aufgebaut haben soll, die Paketbomben entwickelt hat.

Sprengsätze sollten möglicherweise in den Flugzeugen detonieren

Unterdessen sagte der Antiterrorberater des US-Präsidenten, John Brennan, im amerikanischen Fernsehen, die Behörden untersuchten die Möglichkeit, dass die Paketbomben in den Flugzeugen und nicht erst in Synagogen in Chicago explodieren sollten. Er warnte auch vor möglichen weiteren Bomben, die im Umlauf sein könnten: «Es wäre sehr leichtsinnig anzunehmen, dass es keine anderen (Pakete) da draussen gibt», sagte Brennan dem Sender CNN.

Eine im Zusammenhang mit den Paketbomben im Jemen festgenommene junge Frau wurde inzwischen wieder freigelassen. Die jemenitischen Behörden glaubten nicht länger, dass die am Samstag festgenommene Frau die Absenderin der Pakete sei, sagte ein Sprecher der jemenitischen Sicherheitsbehörden in Washington am Sonntag der Nachrichtenagentur AP. Die Festgenommene sei nicht dieselbe Person, die die Frachtbriefe unterschrieben hat. Der Schalterbeamte, der die Pakete entgegengenommen hat, habe ausgesagt, dass dies nicht dieselbe Frau gewesen sei, die die Pakete aufgegeben habe. Offenbar habe jemand ihren Namen benutzt.

dapd/oku

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