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UNO spannt mit Arabischer Liga zusammen

Die UNO will einen Sondergesandten nach Syrien schicken. Dies liess Generalsekretär Ban in New York verlauten. Ungewohnt deutlich äusserte er sich zum Verhalten von China und Russland in der Syrienfrage.

Kämpfen seit Monaten: Ein syrischer Rebell in der Nähe von Idlib.
Kämpfen seit Monaten: Ein syrischer Rebell in der Nähe von Idlib.
Keystone

Nach fast elf Monaten der Gewalt mit Tausenden Toten könnte die UNO jetzt Beobachter nach Syrien entsenden. Sie erwägten eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon am Mittwoch nach einer Tagung des Sicherheitsrates in New York.

Er habe mit Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi gesprochen, und Arabi habe gesagt, dass die Beobachtermission der Liga nach Syrien zurückkehren solle. «Er hat die Vereinten Nationen um Hilfe gebeten. Wir überlegen uns das jetzt und auch, ob wir einen UNO-Sondergesandten nach Syrien entsenden.» Details seien aber noch nicht geklärt.

Ban enttäuscht

Ban hatte zuvor im Sicherheitsrat eigentlich über seine Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete berichten wollen, hatte sich aber nach Angaben von Teilnehmern ungewohnt deutlich über die von Russland und China blockierte Syrien-Resolution geäussert.

Er sei zutiefst enttäuscht über die Abstimmung. Damit sei das Regime von Präsident Bashar al-Assad zu neuer Gewalt ermuntert worden. Er appellierte dringend an die internationale Gemeinschaft, alles für eine Beendigung der Gewalt zu unternehmen.

«So viele sind getötet worden. Wie viele müssen noch sterben, bevor es eine politische Lösung gibt?», fragte der Koreaner nach der Sitzung. «Wir müssen dringender denn je eine Einigung finden. Wir haben zu viele gebrochene Versprechen gehört, sogar noch in den letzten 24 Stunden.»

(SDA)

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