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Türkei vertreibt IS aus Grenzregion in Syrien

Die Terrormiliz nutzte die syrisch-türkische Grenze für den Waffenschmuggel. Nun ist diese Versorgungsroute gekappt.

Operation «Schutzschild Euphrat»: Die Türkei hat die Terrormiliz IS aus den Grenzgebieten in Syrien vertrieben. (2. September 2016)
Operation «Schutzschild Euphrat»: Die Türkei hat die Terrormiliz IS aus den Grenzgebieten in Syrien vertrieben. (2. September 2016)
Ismail Coskun/IHA via AP, Keystone
Ein türkischer Panzer bringt sich im Grenzgebiet zu Syrien in Stellung. (26. August 2016)
Ein türkischer Panzer bringt sich im Grenzgebiet zu Syrien in Stellung. (26. August 2016)
Ismail Coskun, Keystone
Luftschläge gegen feindliche Stellungen in Nordsyrien.
Luftschläge gegen feindliche Stellungen in Nordsyrien.
Sedat Suna, Keystone
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Die Türkei hat nach eigenen Angaben eines ihrer Ziele bei der Militärintervention in Syrien erreicht: Die Terrormiliz Islamischer Staat sei aus dem von ihr kontrollierten nordsyrischen Grenzgebiet von türkischen Truppen und verbündeten Rebellen der Syrischen Freien Armee vertrieben worden, teilte Ministerpräsident Binali Yildirim in Diyarbakir mit. Damit seien die Versorgungsrouten des IS ins Ausland gekappt.

«Von Asas bis Jarablus sind 91 Kilometer unserer Grenze komplett gesichert», sagte Yildirim. «All die terroristischen Organisationen sind zurückgedrängt, sie sind weg.» Auch die Syrische Beobachtungsstelle in London meldete unter Berufung auf ihr Aktivistennetzwerk, der IS habe «seine Verbindung mit der Aussenwelt verloren, nachdem er alle Grenzgebiete verloren hat.»

Die Beobachtungsstelle meldete auch etwas weiter südlich der Grenze Bewegung: Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad hätten den Belagerungsring um Aleppo wieder geschlossen.

Nachschub an Waffen gekappt

Anadolu meldete, mit der Vertreibung des IS aus dem Grenzstreifen sei der «physische Kontakt» der Terrormiliz mit der türkischen Grenze in Nordsyrien beseitigt worden. Über die türkisch-syrische Grenze schmuggelte der IS Waffen und Munition in die von ihm gehaltenen Gebiete im Irak und Syrien und schleuste zudem ausländische Kämpfer in seinen Machtbereich.

Yildirim bekräftigte erneut, dass die Offensive nicht nur dem IS, sondern allen von der Türkei als Terroristen eingestuften Gruppen gelte. Kämpfe hat es seit dem türkischen Einmarsch auch mit von den USA unterstützten kurdischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten YPG gegeben.

Kampf um Aleppo geht weiter

In Aleppo eroberten Regierungstruppen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle Militärakademien von Rebellen zurück und schlossen so den Belagerungsring um die von den Aufständischen gehaltenen Gebiete der Stadt. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdurrahman, sagte:«Die (von Rebellen gehaltenen) Viertel sind wieder unter Belagerung. Die gesamten Gebiete sind wieder und völliger Belagerung.»

Das staatliche syrische Fernsehen berichtete, Regierungstruppen hatten Militärakademien südlich von Aleppo vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Alle Strassen, die in die von Rebellen gehaltenen östlichen Stadtteile führen, seien versperrt.

Regierungstruppen hatten im Juli schon einmal die Rebellenviertel Aleppos eingekesselt. Mit einer Gegenoffensive gelang es den Rebellen, wieder einen Versorgungskorridor freizukämpfen. Die Vereinten Nationen äusserten sich bei der ersten Umzingelung besorgt über das Schicksal der rund 300'000 Einwohner der betroffenen Viertel.

SDA/ij

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