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Terrorakte des IS fordern viele Todesopfer

In Jemen und im Irak hat der IS mehrere Anschläge verübt. Dutzende Sicherheitskräfte befinden sich unter den Opfern.

Tatort Jemen: Soldaten untersuchen in Mukalla eine Stelle, wo sie eine Bombe vermutet haben. (15. Mai 2016)
Tatort Jemen: Soldaten untersuchen in Mukalla eine Stelle, wo sie eine Bombe vermutet haben. (15. Mai 2016)
Stringer, AFP

Bei zwei Anschlägen in der jemenitischen Hafenstadt Mukalla sind am Sonntag fast 40 Polizisten und Sicherheitskräfte getötet worden. Zunächst riss ein Selbstmordattentäter mindestens 31 Polizeirekruten in den Tod und verletzte laut Ärzten mehr als 60 weitere Menschen.

Die Opfer - überwiegend Armeeanwärter - hatten sich am Sonntag vor dem Gebäude in der südöstlichen Stadt Mukalla versammelt, als sie von der Explosion erfasst wurden, berichteten Mitarbeiter von Spitälern in der Umgebung.

Bei einem Attentat auf den Sicherheitschef der Stadt, Mubarak al-Ubthani, wurden wenig später sechs seiner Leibwächter getötet, al-Ubthani wurde leicht verletzt.

Anschläge auch im Irak

Ein Angriff auf eine staatliche Erdgasanlage und mehrere Bombenanschläge haben im Irak 29 Menschen das Leben gekostet. Allein bei dem Überfall auf die Erdgasanlage in Tadschi nördlich der Hauptstadt Bagdad starben am Sonntag mindestens 14 Menschen, wie irakische Regierungsbeamte mitteilten. In Latifija etwa 30 Kilometer südlich von Bagdad tötete einen Autobombe in einem Einkaufszentrum sieben Menschen, darunter zwei Soldaten. Bei drei weiteren Anschlägen im Land kamen mindestens acht Zivilisten ums Leben.

Zu dem Angriff auf die Erdgasanlage bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat, wie ihre Nachrichtenagentur Aamak meldete. Dabei hatte ein Selbstmordattentäter in einem Auto zunächst das Haupttor gesprengt, berichtete die Polizei. Anschliessend seien weitere Selbstmordattentäter und Kämpfer auf das Gelände eingedrungen und hätten sich einen Kampf mit den Sicherheitskräften geliefert. 27 Soldaten wurden den Angaben zufolge verletzt.

Zahl der Angriffe erhöht

IS-Extremisten kontrollieren trotz einiger Gebietsverluste an die irakische Armee noch immer bedeutende Gebiete im Norden und Westen des Landes, darunter auch die zweitgrösste Stadt Mossul. Der IS hat ein Kalifat für die von ihm besetzten Gebiete im Irak und Syrien ausgerufen.

Die Terrormiliz erhöhte in letzter Zeit die Zahl der Angriffe, die weit von der Front entfernt liegen. Irakische Regierungsvertreter werten dies als Versuch, von ihren jüngsten Niederlagen auf dem Schlachtfeld abzulenken. Seit Mittwoch starben bei Anschlägen in Bagdad und anderswo mehr als 140 Menschen.

SDA/fal

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