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Syrische Armee bombardiert IS-Hochburg

Bei Luftangriffen des syrischen Militärs sind in den Städten Aleppo und Raqqa Dutzende Zivilisten ums Leben gekommen.

Gilt inzwischen als Hochburg des Islamischen Staats: Anwohner der Stadt Raqqa löschen Feuer, das nach einem Luftangriff ausgebrochen war. (6. September 2014)
Gilt inzwischen als Hochburg des Islamischen Staats: Anwohner der Stadt Raqqa löschen Feuer, das nach einem Luftangriff ausgebrochen war. (6. September 2014)
Reuters

Bei einem Luftangriff der syrischen Armee auf die nordwestliche Stadt Aleppo sind gestern zahlreiche Zivilisten getötet worden. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP zählte vor Ort mehr als ein Dutzend Leichen, einige der Toten wiesen Verbrennungen auf.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurde ein Taxistand von Fassbomben getroffen. Unter den Toten sei auch ein Kind. Mindestens fünf weitere Menschen seien bei der Kampfhelikopterattacke im östlichen Stadtteil Hajdarije schwer verletzt worden.

Fassbomben sorgen immer wieder für schwere Zerstörungen in Aleppo. Ihr Einsatz wurde im Februar vom UNO-Sicherheitsrat verurteilt, weil die aus Helikoptern abgeworfenen Fässer nicht zielgenau sind und oft Zivilisten treffen.

Die Altstadt von Aleppo ist einer der Schauplätze des syrischen Bürgerkriegs, in dessen Verlauf seit dem Frühjahr 2011 nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 191'000 Menschen getötet wurden.

Luftangriff auf Bäckerei

Auch in der Stadt Raqqa wurden bei einem Luftangriff der Armee mindestens 17 Menschen getötet, wie die Beobachtungsstelle berichtete. Kampfflugzeuge hätten eine Bäckerei beschossen, die von Extremisten der Miliz Islamischer Staat (IS) geführt worden sei. Unter den Toten sollen acht Zivilisten sein.

Bei dem Luftangriff auf die rund 400 Kilometer nordöstlich von Damaskus gelegene Stadt sei auch ein grosses Ausbildungslager der Extremisten bombardiert worden. Getroffen worden seien auch ein als Gericht genutztes Gebäude sowie Verwaltungseinrichtungen der Miliz, teilte die Beobachtungsgruppe mit.

IS-Kämpfer hatten die letzten syrischen Regierungstruppen Ende August aus der Provinz Raqqa vertrieben. Sie eroberten die dortige Luftwaffenbasis und sollen zahlreiche syrische Soldaten hingerichtet haben. Raqqa ist mittlerweile eine Hochburg der IS-Extremisten in Syrien. Sie sorgen dort für Strom und Wasser, zahlen Gehälter, kontrollieren den Verkehr und betreiben Bäckereien, Banken, Schulen und Gerichte.

SDA/ajk

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