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Syrien: Autobombenanschlag fordert 17 Tote

Bei einem Anschlag in Syrien sind am Samstag mindestens 17 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Damaskus detonierte eine Autobombe vor einem Geheimdienst-Posten.

14 weitere Menschen seien bei dem Anschlag in der Nähe des Bezirks Sajjida Seinab verletzt worden. Unklar blieb zunächst, ob auch Geheimdienstmitarbeiter in Zivil unter den Opfern sind.

Laut SANA waren in dem Auto rund 200 Kilogramm Sprengstoff versteckt. Die Explosion am Morgen war so heftig, dass sie noch in weiter Entfernung zu hören war.

In dem Viertel nahe der Strasse zum Flughafen liegt die Moschee von Sajjida Seinab, einer Enkeltochter des Propheten Mohammed. Die Grabmoschee wird täglich von schiitischen Pilgern besucht, von denen viele aus dem Iran anreisen. In dem Viertel wohnen zudem viele irakische Flüchtlinge.

Anschläge selten

Anders als in den Nachbarländern Libanon und Irak sind Bombenanschläge in Syrien mit seinem feinmaschigen Geheimdienstnetz selten. Der letzte spektakuläre Bombenanschlag in Damaskus tötete im Februar Emad Mughnija, einen Kommandanten der libanesischen Hisbollah-Miliz, der von den USA als Terrorist gesucht worden war.

Kritiker des Regimes von Präsident Baschar al-Assad hatten nach früheren Terrorattacken behauptet, diese seien vom Geheimdienst orchestriert worden, um den Eindruck zu erwecken, Syrien werde von islamistischen Terroristen bedroht.

Israel und die USA werfen Syrien Unterstützung der Hisbollah und radikaler Palästinensergruppen vor. Die irakische Regierung hatte in den vergangenen Wochen mehrfach betont, Syrien habe seine Politik geändert und bemühe sich jetzt, das Eindringen von Terroristen in den Irak über die gemeinsame Grenze zu verhindern.

sda/ap/mbr

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