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Russen sollen Katar-Krise ausgelöst haben

«Fake-News» von Hackern aus Russland hätten zur diplomatischen Krise mit dem Golf-Emirat geführt, berichten US-Medien.

Katar führe einen effektiven Kampf gegen Terrorgruppen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (links) mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani. (Archivbild)
Katar führe einen effektiven Kampf gegen Terrorgruppen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (links) mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani. (Archivbild)
Kayhan Ozer, AFP
Katar müsse sich wie «ein normales Land» verhalten, sagt der saudiarabische Aussenminister Adel al-Dschubeir in Paris. (6. Juni 2017)
Katar müsse sich wie «ein normales Land» verhalten, sagt der saudiarabische Aussenminister Adel al-Dschubeir in Paris. (6. Juni 2017)
Jacques Demarthon, AFP
Die Nachbarn gehen auf Distanz: Der Emir von Katar, Scheich Hamad Al Thani, beim Gipfeltreffen der Golfstaaten in Bahrain. (6. Dezember 2016)
Die Nachbarn gehen auf Distanz: Der Emir von Katar, Scheich Hamad Al Thani, beim Gipfeltreffen der Golfstaaten in Bahrain. (6. Dezember 2016)
Stringer, AFP
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Die diplomatische Krise mit dem Golf-Emirat Katar ist einem US-Medienbericht zufolge auf eine von russischen Hackern initiierte Fehlinformationskampagne zurückzuführen. Russische Hacker hätten eine «Fake-News»-Geschichte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Katars platziert, die Saudiarabien und mehrere andere Staaten zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Katar veranlasst habe, berichtete der Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf US-Geheimdienstmitarbeiter.

Dem Medienbericht zufolge reisten Experten der US-Bundespolizei Ende Mai nach Katar, um den mutmasslichen Cyberangriff zu untersuchen. Saudiarabien habe die gegen Katar verhängte diplomatische und wirtschaftliche Blockade dann teilweise mit dem falschen Bericht begründet.

«Alles basiert auf Fehlinformationen»

Laut CNN gab die Regierung Katars an, dass der Medienbericht vom 23. Mai falsche Informationen hinsichtlich der katarischen Führung beinhaltete, die dem Iran und Israel gegenüber freundlich schienen. Überdies soll in dem Bericht in Frage gestellt worden sein, ob sich US-Präsident Donald Trump im Amt halten könne.

Katars Aussenminister Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani sagte CNN, das FBI habe den Hackerangriff und die «Fake-News»-Geschichte bestätigt. «Was auch immer an Vorwürfen laut geworden ist, alles basiert auf Fehlinformationen», sagte er dem US-Sender.

Spannungen sollten geschürt werden

Sollten sich die Vorwürfe gegen Russland bestätigen, würde dies auf russische Bemühungen zur Untergrabung der US-Aussenpolitik hinweisen. Den US-Ermittlern zufolge wollte Russland mit dem Hackerangriff Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten schüren.

Die US-Geheimdienste waren bereits vergangenes Jahr zu dem Schluss gelangt, dass Russland hinter Hackerangriffen während des US-Wahlkampfs steckt.

Saudiarabien und seine Verbündeten Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten die diplomatischen Beziehungen zu Katar am Montag überraschend abgebrochen. Begründet wurde dies unter anderem mit Verbindungen Dohas zu «Terrororganisationen».

(SDA)

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