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So überraschte von der Leyen ihre Soldaten

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen traf heute ohne Vorankündigung in Afghanistan ein. Es stehen mehrere Programmpunkte auf dem Plan.

Ankunft im Bundeswehr-Camp: Von der Leyen steigt aus einem CH-53 Helikopter.
Ankunft im Bundeswehr-Camp: Von der Leyen steigt aus einem CH-53 Helikopter.
Keystone

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist zu einem überraschenden Truppenbesuch in Afghanistan eingetroffen. Sie landete heute Morgen im Feldlager der internationalen Schutztruppe ISAF im nordafghanischen Masar-i-Scharif.

Dort wird sie Gespräche mit Soldaten der Bundeswehr führen, deren Kampfeinsatz in fünf Monaten ausläuft. Von den einst mehr als 5000 deutschen Soldaten sind in Afghanistan nur noch 2400 übrig.

Neben Gesprächen mit deutschen Soldaten war laut Bundeswehr auch eine Zusammenkunft mit örtlichen Verantwortlichen der afghanischen Armee geplant. Unter anderem stand zudem der Besuch eines Militärkrankenhauses der einheimischen Streitkräfte auf dem Programm der Ministerin.

Es ist die zweite Afghanistan-Reise der Verteidigungsministerin. Zum ersten Mal war von der Leyen nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt kurz vor Weihnachten am Hindukusch.

Der von der Nato geführte ISAF-Einsatz dauert inzwischen fast 13 Jahre. Derzeit sind noch knapp 50'000 Soldaten aus 46 Ländern beteiligt. Nach dem Ende ihres Kampfeinsatzes soll eine Ausbildungsmission der Nato mit etwa 12'000 Soldaten folgen. Wie lange sie dauern soll, ist noch unklar.

Die USA - mit Abstand der grösste Truppensteller in Afghanistan - wollen fast alle ihre Soldaten bis Ende 2016 abziehen. Eine Fortsetzung der Ausbildungsmission mit dem Namen «Resolute Support» ohne US-Beteiligung ist kaum denkbar.

Für das Zustandekommen der Mission muss der neue afghanische Präsident ein Sicherheitsabkommen unterzeichnen, das den ausländischen Soldaten unter anderem Schutz vor Strafverfolgung durch die afghanische Justiz gewährt. Das Ergebnis der Stichwahl zwischen den Kandidaten Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani für das Präsidentenamt wird derzeit mit einer Neuauszählung von acht Millionen Stimmen überprüft.

SDA

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