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«Sirte wurde befreit»

Ghadhafis Heimatstadt Sirte sei vollständig in der Hand des libyschen Übergangsrats. Muammar al-Ghadhafi soll derweil seine Rückkehr an die Macht planen – mit Hilfe importierter Söldner.

mrs
Die letzten Stellungen sind gefallen: Soldaten des Übergangsrats in Sirte. (19. Oktober 2011)
Die letzten Stellungen sind gefallen: Soldaten des Übergangsrats in Sirte. (19. Oktober 2011)
Keystone
Endphase des Kampfes: Soldaten der neuen Regierung in den Strassen von Bani Walid. (14. Oktober 2011)
Endphase des Kampfes: Soldaten der neuen Regierung in den Strassen von Bani Walid. (14. Oktober 2011)
Keystone
Mit schwerem Gerät: In Tripolis werden die ersten Mauern der Ghadhafi-Festung abgerissen. (16. Oktober 2011)
Mit schwerem Gerät: In Tripolis werden die ersten Mauern der Ghadhafi-Festung abgerissen. (16. Oktober 2011)
Keystone
Diente als wichtiger Stützpunkt der Ghadhafi-Anhänger: Das grosse Konferenzzentrum Ouagadougou in Sirte, das nun von den Rebellen erobert wurde. (10. Oktober 2011)
Diente als wichtiger Stützpunkt der Ghadhafi-Anhänger: Das grosse Konferenzzentrum Ouagadougou in Sirte, das nun von den Rebellen erobert wurde. (10. Oktober 2011)
Reuters
Weiter auf dem Vormarsch: In der Heimatstadt Ghadhafis vermelden die Milizen des Übergangsrats Geländegewinn um Geländegewinn. (10. Oktober 2011)
Weiter auf dem Vormarsch: In der Heimatstadt Ghadhafis vermelden die Milizen des Übergangsrats Geländegewinn um Geländegewinn. (10. Oktober 2011)
AFP
Eroberung geht nur langsam voran: Ghadhafi-Gegner gehen in Stellung, währenddem ein Panzer auf die Universität in Sirte schiesst. (9. Oktober 2011)
Eroberung geht nur langsam voran: Ghadhafi-Gegner gehen in Stellung, währenddem ein Panzer auf die Universität in Sirte schiesst. (9. Oktober 2011)
Reuters
Viele der Häuser sind bombardiert: Milizen des libyschen Übergangsrats fahren in Sirte ein. (9. Oktober 2011)
Viele der Häuser sind bombardiert: Milizen des libyschen Übergangsrats fahren in Sirte ein. (9. Oktober 2011)
Keystone
Die Schlacht um Sirte fordert zahlreiche Opfer: Aufständische bringen einen verletzten Kämpfer in Sicherheit. (7. Oktober 2011)
Die Schlacht um Sirte fordert zahlreiche Opfer: Aufständische bringen einen verletzten Kämpfer in Sicherheit. (7. Oktober 2011)
Reuters
Sturm auf Ghadhafis Heimatstadt: Soldaten der libyschen Übergangsregierung stossen zwischen Häusern in Sirte vor. (6. Oktober 2011)
Sturm auf Ghadhafis Heimatstadt: Soldaten der libyschen Übergangsregierung stossen zwischen Häusern in Sirte vor. (6. Oktober 2011)
Reuters
Kampf in der Stadt: Aufständische laden ihr schweres Maschinengewehr, das sie auf dem Balkon eines Hotels in Sirte aufgestellt haben. (4. Oktober 2011)
Kampf in der Stadt: Aufständische laden ihr schweres Maschinengewehr, das sie auf dem Balkon eines Hotels in Sirte aufgestellt haben. (4. Oktober 2011)
Reuters
Ein aufständischer Kämpfer feuert eine Rakete in der Nähe von Sirte ab. (3. Oktober 2011)
Ein aufständischer Kämpfer feuert eine Rakete in der Nähe von Sirte ab. (3. Oktober 2011)
AFP
Auch der Kampf um die Wüstenstadt Bani Walid ist noch nicht vorbei: Aufständische gehen in Deckung. (2. Oktober 2011)
Auch der Kampf um die Wüstenstadt Bani Walid ist noch nicht vorbei: Aufständische gehen in Deckung. (2. Oktober 2011)
AFP
Der Krieg ist noch nicht vorbei, es toben heftige Kämpfe: Ein Aufständischer trägt einen durchlöcherten Helm, den er angeblich bei Bani Walid gefunden hat. (5. Oktober 2011)
Der Krieg ist noch nicht vorbei, es toben heftige Kämpfe: Ein Aufständischer trägt einen durchlöcherten Helm, den er angeblich bei Bani Walid gefunden hat. (5. Oktober 2011)
AFP
Die Rebellen setzen bei Bani Walid auch Panzer ein. (3. Oktober 2011)
Die Rebellen setzen bei Bani Walid auch Panzer ein. (3. Oktober 2011)
AFP
Schnappschuss von Panzerfeuer: Aufständisch schiessen im Kampf um Sirte. (4. Oktober 2011)
Schnappschuss von Panzerfeuer: Aufständisch schiessen im Kampf um Sirte. (4. Oktober 2011)
AFP
Weiterer Schnappschuss: Ein Panzer des nationalen Übergangsrats feuert auf die Ghadhafi-Treuen. (3. Oktober 2011)
Weiterer Schnappschuss: Ein Panzer des nationalen Übergangsrats feuert auf die Ghadhafi-Treuen. (3. Oktober 2011)
Keystone
Einwohner von Sirte verlassen die Stadt...  (2. Oktober 2011)
Einwohner von Sirte verlassen die Stadt... (2. Oktober 2011)
Keystone
... und bringen ihre Familien und ihr Hab und Gut in Sicherheit: Jugendliche auf einer volbepackten Ladefläche. (2. Oktober 2011)
... und bringen ihre Familien und ihr Hab und Gut in Sicherheit: Jugendliche auf einer volbepackten Ladefläche. (2. Oktober 2011)
Keystone
Erwartet wird eine Grossoffensive der Übergangsrats-Truppen: Haubitzenfeuer an der Artillerie-Linie, 30 Kilometer vor Sirte. (2. Oktober 2011)
Erwartet wird eine Grossoffensive der Übergangsrats-Truppen: Haubitzenfeuer an der Artillerie-Linie, 30 Kilometer vor Sirte. (2. Oktober 2011)
Reuters
Wasser ist knapp, im Spital fehlen Medikamente: Das IKRK, hier Sprecherin Dibeh Fakhr, beklagt vor Ort «schreckliche Zustände». (2. Oktober 2011)
Wasser ist knapp, im Spital fehlen Medikamente: Das IKRK, hier Sprecherin Dibeh Fakhr, beklagt vor Ort «schreckliche Zustände». (2. Oktober 2011)
Reuters
Leidendes Kulturerbe: Eine römische Statue bei einem Museum rund 50 Kilometer von Sirte entfernt. Die Gegend ist in der Hand von Ghadhafi-Anhängern. (2. Oktober 2011)
Leidendes Kulturerbe: Eine römische Statue bei einem Museum rund 50 Kilometer von Sirte entfernt. Die Gegend ist in der Hand von Ghadhafi-Anhängern. (2. Oktober 2011)
Reuters
Schiesst eine Granate ab: Aufständischer vor Sirte. (27. September)
Schiesst eine Granate ab: Aufständischer vor Sirte. (27. September)
Keystone
Ein Kämpfer der Aufständischen hält einen Teppich mit dem Antlitz des gestürzten Machthabers Muammar al-Ghadhafi in der Nähe der belagerten Stadt Bani Walid. (17. September 2011)
Ein Kämpfer der Aufständischen hält einen Teppich mit dem Antlitz des gestürzten Machthabers Muammar al-Ghadhafi in der Nähe der belagerten Stadt Bani Walid. (17. September 2011)
Reuters
Der Kampf um Sirte ist heftig: Aufständische rund sechs Kilometer vor der Heimatstadt Muammar al-Ghadhafis.(26. September 2011)
Der Kampf um Sirte ist heftig: Aufständische rund sechs Kilometer vor der Heimatstadt Muammar al-Ghadhafis.(26. September 2011)
Reuters
Ein Pick-up von Ghadhafi-Soldaten, der beim Angriff auf eine Ölraffinerie bei Ras Lanuf zerstört wurde. (12. September 2011)
Ein Pick-up von Ghadhafi-Soldaten, der beim Angriff auf eine Ölraffinerie bei Ras Lanuf zerstört wurde. (12. September 2011)
Reuters
An der Artillerie-Linie, rund 90 Kilometer vor Sirte: Rebellen feuern eine Haubitze ab. (8. September 2011)
An der Artillerie-Linie, rund 90 Kilometer vor Sirte: Rebellen feuern eine Haubitze ab. (8. September 2011)
Reuters
Raketenwerfer, Marke Eigenbau: Ein Rebellenkämpfer rund 100 Kilometer westlich von Sirte. (11. September 2011)
Raketenwerfer, Marke Eigenbau: Ein Rebellenkämpfer rund 100 Kilometer westlich von Sirte. (11. September 2011)
Reuters
Ihr Ziel ist die symbolträchtige Stadt Sirte: Hunderte bewaffnete Pick-ups machen sich auf den Weg, um den Geburtsort Ghadhafis anzugreifen. (11. September 2011)
Ihr Ziel ist die symbolträchtige Stadt Sirte: Hunderte bewaffnete Pick-ups machen sich auf den Weg, um den Geburtsort Ghadhafis anzugreifen. (11. September 2011)
AP/Keystone
Mittlerweile haben sich die Anti-Ghadhafi-Kräfte zu einer regelrechten Armee entwickelt: Ein Panzer wird in Tessain, rund 90 Kilometer vor Sirte, in  Richtung Front verschoben. (11. September 2011)
Mittlerweile haben sich die Anti-Ghadhafi-Kräfte zu einer regelrechten Armee entwickelt: Ein Panzer wird in Tessain, rund 90 Kilometer vor Sirte, in Richtung Front verschoben. (11. September 2011)
Reuters
Die Truppen des langjährigen Diktators leisten aber weiter Widerstand: Dieser Rebellenkämpfer (im Spital von Om Qandil, 90 Kilometer westlich von Ras Lanuf) wurde im Raketenhagel von Ghadhafis Kämpfern verletzt. (9. September 2011)
Die Truppen des langjährigen Diktators leisten aber weiter Widerstand: Dieser Rebellenkämpfer (im Spital von Om Qandil, 90 Kilometer westlich von Ras Lanuf) wurde im Raketenhagel von Ghadhafis Kämpfern verletzt. (9. September 2011)
Reuters
Nach dem Angriff auf Ghadhafi-Truppen: Ein Rebellenkämpfer rettet Munition aus einem brennenden Fahrzeug. (11. September 2011)
Nach dem Angriff auf Ghadhafi-Truppen: Ein Rebellenkämpfer rettet Munition aus einem brennenden Fahrzeug. (11. September 2011)
EPA/Keystone
Auch bei der Belagerung der zweiten Ghadhafi-Hochburg kommen immer wieder Rebellen ums Leben: Aufständische trauern vor Bani Walid um ihre gefallenen Kameraden. (11. September 2011)
Auch bei der Belagerung der zweiten Ghadhafi-Hochburg kommen immer wieder Rebellen ums Leben: Aufständische trauern vor Bani Walid um ihre gefallenen Kameraden. (11. September 2011)
Reuters
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Einheiten des libyschen Übergangsrats stehen nach eigenen Angaben vor der Einnahme der letzten Hochburg des gestürzten Machthabers Muammar al-Ghadhafi. Je nach Quelle ist die Mittelmeerstadt Sirte bereits befreit.

Alle Stellungen der Ghadhafi-treuen Truppen in Sirte seien erobert worden, sagte heute Oberst Junus Al-Abdali, Kommandant der Truppen der Übergangsregierung im östlichen Teil der Heimatstadt Ghadhafis gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. «Sirte wurde befreit. Es gibt keine Ghadhafi-treuen Einheiten mehr in der Stadt.» Flüchtige Kämpfer würden verfolgt.

«Dies ist der letzte Tag der Schlacht»

Die Nachrichtenagentur AFP zitierte einen anderen Kommandanten, wonach noch für heute die Einnahme der Stadt erwartet wurde. «Dies ist der letzte Tag der Schlacht. In einigen Stunden werden wir verkünden, dass Sirte frei ist», sagte demnach Kommandant Hussein Abdel Salam. Ghadhafi ist knapp drei Monate nach seinem Sturz weiter auf der Flucht.

Derweil fürchtet der libysche Übergangsrat, dass der gestürzte Machthaber Muammar al Ghadhafi mit Söldnern aus anderen afrikanischen Ländern wieder an die Macht kommen will. Berichten zufolge hätten 68 Fahrzeuge mit jeweils acht Kämpfern von Mali kommend die libysche Grenze überquert, sagte der Vorsitzende der neuen De-facto-Regierung, Mahmud Dschibril. Ghadhafi, der sich möglicherweise in der südlichen Wüste aufhalte, habe offenbar mit dem Hamada-Stamm vereinbart, 12'000 Männer zu schicken, um «nach Libyen zu kommen und den Kampf zu beginnen», sagte Dschibril weiter.

Ghadhafi lässt seine Beziehungen spielen

Hintergrund der Äusserungen von Dschibril am ist, dass Ghadhafi in den vier Jahrzehnten, in denen er in Libyen an der Macht war, freundschaftliche Beziehungen zu vielen Ländern in Afrika aufgebaut hat. Das könnte ihm nun helfen, wenn er versucht, einen Aufstand gegen die neuen Herrscher in Libyen zu organisieren. Der Hamada-Stamm, der Ghadhafi nun möglicherweise unterstützt, wohnt im Grenzgebiet von Tschad, Sudan und Libyen.

Schon jetzt leisten Ghadhafi-Anhänger in etlichen Gebieten zumindest so viel Widerstand, dass die Übergangsregierung auch fast zwei Monate nach der Eroberung der Hauptstadt Tripolis noch nicht von einem völligen Sieg spricht. Eine der Hochburgen Ghadhafis, Bani Walid, konnten die Revolutionstruppen zwar erobern.

Ghadhafi-Kämpfer geflohen

Noch ist nicht klar, ob die Ghadhafi-Anhänger, die sich abgesetzt haben oder die vor den Kämpfen geflohen sind, wieder sammeln und einen Aufstand gegen die Übergangsregierung versuchen. Sie könnten dafür die Waffen benutzen, die Ghadhafi vermutlich in der Wüste im Süden des Landes versteckt hat. Ausnutzen könnte Ghadhafi vielleicht auch die schon bestehenden Spannungen innerhalb der Übergangsregierung. Diese vermutet, dass sich Ghadhafi irgendwo an der Grenze zu Niger und Algerien versteckt hält.

(dapd)

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