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Selbstmordattentäterinnen reissen 20 Menschen in den Tod

Während des Nachmittagsgebets haben zwei Attentäterinnen bei einer Moschee in Nigeria Sprengsätze gezündet. Wer hinter der Tat steckt, kann nur vermutet werden.

Explosion während des Gebets: Das Feld der Verwüstung, nachdem zwei junge Frauen im Nordosten Nigerias Sprengsätze zündeten.
Explosion während des Gebets: Das Feld der Verwüstung, nachdem zwei junge Frauen im Nordosten Nigerias Sprengsätze zündeten.
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Nahe einer voll besetzten Moschee im Nordosten Nigerias haben sich am Montag zwei jugendliche Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt. Mindestens 20 Menschen wurden dabei getötet. Augenzeugen sprachen von mindestens 30 Toten. Ein Sicherheitsbeamter in der Stadt Maiduguri sagte am Montag, viele Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit in Stücke gerissen worden. Die Zahl der Toten werde vermutlich noch ansteigen.

Maiduguri gilt als Entstehungsort der Terrorgruppe Boko Haram. Unklar blieb zunächst, ob die Extremisten mit den Attentaten in Verbindung standen. Viele weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.

Eine Attentäterin im Teenageralter hatte ihren Sprengsatz offenbar gezündet, als sie sich der Moschee zur Zeit des Nachmittagsgebets genähert habe. Diese war wegen des Fastenmonats Ramadan besonders gut besucht. Durch diese Explosion sollen die Menschen getötet worden sein.

Zwingt Boko Haram Entführte zu Attentaten?

Hingegen versuchte die zweite Jugendliche vermutlich, zu fliehen. Ihre Bombe sei etwas abseits explodiert und habe nur sie selbst getötet, hiess es. Ein Sprengstoffexperte des Militärs sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die meisten dieser Bomben ferngesteuert sind und nicht selbst von den Trägern gezündet werden können. Es wurde auch schon darüber spekuliert, dass Boko Haram entführte Mädchen zu den Sprengstoffanschlägen zwingt.

Die islamischen Extremisten wollen im Nordosten Nigerias einen islamischen Gottesstaat etablieren. Sie haben ihre Angriffe in der Hauptstadt des Staates Borno intensiviert, seitdem Präsident Muhammudu Buhari bekanntgegeben hatte, dort das militärische Kommandozentrum zu stationieren. Hintergrund dafür ist der Kampf gegen Boko Haram.

SDA/kko

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