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Propagandaschlacht um israelische Kommandoaktion

Eine türkische Hilfsorganisation hat Bilder von israelischen Soldaten veröffentlicht, die auf der Gaza-Hilfsflotte verletzt wurden. Israel sieht die Fotos als Beweis für die Gewalt der Aktivisten.

jak
Umstrittene Bilder: Ein israelischer Soldat wird umringt von den Aktivisten.
Umstrittene Bilder: Ein israelischer Soldat wird umringt von den Aktivisten.
Keystone

Die Bilder von israelischen Soldaten, die bei der Kommandoaktion gegen die Gaza-Hilfsflotte am vergangenen Montag verletzt wurden, hat eine nicht genannte Person an Bord der «Mavi Marmara» aufgenommen. Veröffentlicht hat sie eine türkische Hilfsorganisation. Die Israelis seien verletzt worden, als sie das unter türkischer Flagge fahrende Schiff gestürmt hätten, erklärte die Organisation IHH am Sonntag. Auf einigen Fotos ist ein von mehreren Menschen umringter Soldat zu sehen.

Der israelische Regierungssprecher Mark Regev sagte, die Bilder bewiesen, dass sich die Truppen «tödlicher Gewalt von zum harten Kern von Islamisten gehörenden Aktivisten» der IHH-Bewegung gegenüber gesehen hätten. IHH-Vertreter Osman Atalay erklärte dagegen, es sei zu sehen, wie sich Aktivisten um die verletzten Soldaten kümmerten. Der IHH-Vorsitzende Bülent Yildirim hat erklärt, die Menschen an Bord der «Mavi Marmara» hätten sich in Notwehr «mit Stühlen und Eisenstangen» verteidigt. Die IHH ist in Israel verboten.

Bei dem israelischen Militäreinsatz gegen die Hilfsflotte für den abgeriegelten Gazastreifen wurden neun pro-palästinensische Aktivisten getötet. Der Angriff hat international scharfe Kritik und Empörung ausgelöst.

(ddp)

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