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Politische Frühlingsgefühle in Luanda

Heute wird in Angola ein neues Parlament gewählt, Präsident José Eduardo dos Santos kann nach bald 33 Jahren mit einer weiteren Amtszeit rechnen. Eine kritische Jugend hat davon aber genug.

«32 Jahre sind genug»: Rapper Ikonoklasta (r.) und seine Gefährten auf dem Weg zur Kundgebung in Luanda.
«32 Jahre sind genug»: Rapper Ikonoklasta (r.) und seine Gefährten auf dem Weg zur Kundgebung in Luanda.
Johannes Dieterich

Vielleicht ist es ja heute schon so weit. Jedenfalls hat sich Luaty Beirao zur Feier des Tages schon mal von seinem Mohikanerschopf getrennt: Er fühle sich «grossartig», sagt der 31-jährige weisse Rapper, als er aus dem klapprigen Taxi springt. Den ganzen Morgen habe er mit seiner Freundin verbracht: Es könnte schliesslich «das letzte Mal» gewesen sein. Für den Nachmittag hat die Oppositionspartei Unita zu einer Kundgebung aufgerufen. Ein Funke genüge, meint Ikonoklasta (Bilderschänder), wie sich Luaty als Künstler nennt, «und das Pulverfass explodiert».

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