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Nur noch 217 Dollar in der Staatskasse

Zimbabwe sitzt auf dem Trockenen: Nachdem die Regierung die Staatsbediensteten bezahlt hat, bleiben ihr noch 217 Dollar in der Kasse.

Hier hatte er noch zu lachen: Simbabwes Finanzminister Tendai Biti vor dem Parlament in Harare. (24. November 2012)
Hier hatte er noch zu lachen: Simbabwes Finanzminister Tendai Biti vor dem Parlament in Harare. (24. November 2012)
Reuters
Tomaten für 20 Milliarden Dollar: Die Währung in Simbabwe kurz vor ihrem Kollaps 2009. (23. Juli 2008)
Tomaten für 20 Milliarden Dollar: Die Währung in Simbabwe kurz vor ihrem Kollaps 2009. (23. Juli 2008)
Keystone
Maisernte: Diese Bäuerin in Chivi sammelt ihren Ertrag. Im Jahr 2012 erlitt die Ernte in Simbabwe jedoch grosse Einbussen. (1. April 2012)
Maisernte: Diese Bäuerin in Chivi sammelt ihren Ertrag. Im Jahr 2012 erlitt die Ernte in Simbabwe jedoch grosse Einbussen. (1. April 2012)
Reuters
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«Die Finanzen der Regierung sind derzeit gelähmt», sagte Finanzminister Tendai Biti am Dienstag vor Journalisten in der Hauptstadt Harare. Nachdem die simbabwische Regierung vergangene Woche die Staatsbediensteten bezahlt hat, bleiben ihr noch exakt 217 Dollar in der Kasse.

Zimbabwe werde keine andere Wahl haben als sich zur Finanzierung des Verfassungsreferendums und der Wahlen in diesem Jahr an internationale Geldgeber zu wenden, sagte der Finanzminister. Nach Angaben der Wahlbehörde werden für die Wahlen 104 Millionen Dollar benötigt. Bei den Wahlen treten Robert Mugabes Zanu-Partei und das Movement for Democratic Change, zu dem Tendai Biti gehört, gegeneinander an.

Warten auf den Aufschwung

Die jahrelang von der Hyperinflation heimgesuchte simbabwische Wirtschaft erholt sich langsam, seit 2009 die heimische Dollarwährung aufgegeben wurde. Der US-Dollar ist seitdem zur Referenzwährung geworden. Dem Wiederaufschwung in dem an Bodenschätzen reichen südafrikanischen Land stehen verschiedene Faktoren entgegen: die internationalen Strafmassnahmen gegen die Regierung von Staatschef Robert Mugabe, deren rigide Politik gegenüber ausländischen Investoren, massive Infrastrukturprobleme sowie anhaltende Dürre.

Finanzminister Biti klagte gegenüber der BBC, dass die Betreiber der Diamantminen der Regierung keine Steuern bezahlt hätten. «Wir sind in einer herausfordernden Situation und wir haben eine Menge zu tun. Aber der griechische Finanzminister steckt in einer noch übleren Geschichte.»

SDA/mal

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