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Neues grausames Syrien-Video aufgetaucht

Ein Video zeigt die Gewalt des syrischen Bürgerkriegs in dessen ganzer Brutalität: Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie ein Rebellenchef einem getöteten Soldaten das Herz herausschneidet.

Die Echtheit der Aufnahmen wurde nicht bestätigt: Ein Screenshot aus dem Video, zeigt einen syrischen Rebellen.
Die Echtheit der Aufnahmen wurde nicht bestätigt: Ein Screenshot aus dem Video, zeigt einen syrischen Rebellen.

Im Internet ist ein neues grausames Video aus dem syrischen Bürgerkrieg aufgetaucht, in dem ein Rebellenkämpfer in das Herz eines getöteten Soldaten der Regierungstruppen hineinbeisst. Die Echtheit der Aufnahme, die gestern von einem Nutzer namens «SyrianGirl War» im Onlineportal Youtube eingestellt wurde, war zunächst nicht bestätigt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) rief die Rebellen auf, ihre Kämpfer von dem Begehen derartiger Grausamkeiten abzuhalten.

«Wir schwören bei Gott, dass wir Eure Herzen und Lebern essen werden, Ihr Soldaten von Bashar dem Hund», ruft der Mann, der als Abu Sakkar, ein Kommandeur der Freien Syrischen Armee, identifiziert wird. Dann schneidet er einem am Boden liegenden Mann in Armeeuniform mit einem Dolch das Herz heraus, stellt sich auf und reckt die Waffe und das Organ in die Höhe. «Oh Helden von Baba Amr, massakriert die Alawiten und schneidet ihre Herzen heraus, um sie zu essen», ruft der Mann. Als er das Herz zum Mund führt und hineinbeisst, endet das Video abrupt.

80'000 Tote

Syriens Präsident Bashar al-Assad gehört zur religiösen Minderheit der Alawiten. Baba Amr ist ein Viertel der Stadt Homs, das nach monatelangen blutigen Kämpfen mit den Rebellen von der Armee wieder eingenommen wurde. Seit dem Beginn des Aufstands gegen Assad im März 2011 wurden nach Angaben von Aktivisten mehr als 80'000 Menschen getötet.

HRW erklärte, das Video zeige offenbar einen Kämpfer der Brigade Omar al-Faruk, wie er die Leiche eines Regierungssoldaten verstümmele. Auch wenn nicht klar sei, ob diese Brigade der Freien Syrischen Armee unterstehe, sei diese aufgerufen, die Verantwortlichen derartiger Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen und zu verhindern, dass unter ihrem Befehl derartige Verstösse begangen werden. HRW erneuerte zudem ihren Appell an den UN-Sicherheitsrat, den Internationalen Strafgerichtshof wegen des Konflikts in Syrien anzurufen, um eine Verfolgung von Kriegsverbrechen sicherzustellen.

AFP/wid

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