Zum Hauptinhalt springen

«Mehr Waffen und Raketen als so manche Regierung»

Die libanesische Hisbollah-Miliz besitzt nach Erkenntnissen der USA immer leistungsfähigere Raketen.

Schwer bewaffnet: Ein Hisbollah-Mitglied bei Unruhen in Beirut 2008.
Schwer bewaffnet: Ein Hisbollah-Mitglied bei Unruhen in Beirut 2008.
Reuters

Syrien und der Iran rüsten die libanesische Hisbollah-Miliz nach Erkenntnissen der USA mit immer leistungsfähigeren Raketen aus. «Inzwischen ist die Hizbollah mit mehr Waffen und Raketen ausgestattet als so manche Regierung, was unweigerlich zu einer Destabilisierung der Region führt», sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates bei einer Pressekonferenz mit seinem israelischen Kollegen Ehud Barak am Dienstag in Washington.

Gates bestätigte damit einen von der israelischen Regierung erhobenen Vorwurf. Israel sieht sich besonders durch Scud-Raketen bedroht, die mit einer Reichweite von etwa 300 Kilometern grosse israelische Städte erreichen könnten.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Israels Präsident Shimon Peres Syrien vorgeworfen, die radikale Hisbollah-Miliz mit Scud-Raketen aufzurüsten. Während Syrien von Frieden spreche, liefere das Land gleichzeitig Raketen, die nur zum Ziel haben, Israel zu bedrohen, sagte Peres.

Anschuldigungen «lachhaft»

Sowohl die libanesische Regierung als auch die Regierung in Damaskus wiesen diese Vorwürfe zurück. Ägyptens Aussenminister Ahmed Abul Gheit bezeichnete die Anschuldigungen am Wochenende als «lachhaft» und sicherte dem Libanon die Solidarität seines Landes zu.

Die israelische Regierung geht davon aus, dass die Hisbollah mittlerweile über ein Arsenal von 40'000 Raketen verfügt. Das wäre deutlich mehr als die vermuteten 14'000 Stück zum Zeitpunkt der israelischen Militäroffensive gegen die Hisbollah im Sommer 2006. Bei dem Einsatz wurden auf libanesischer Seite rund 1200 Menschen getötet, zumeist Zivilisten. Auch 160 Israelis, mehrheitlich Soldaten, kamen ums Leben.

AFP/jak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch