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«Luftangriffe und Granatbeschuss gehören zum täglichen Leben»

Ein blutiger Konflikt tobt im Jemen. Doch gesicherte Informationen darüber gibt es kaum. Jamie McGoldrick von der Uno war vor Ort und berichtet.

Zerstörung als gewohntes Bild: Jamie McGoldrick inspiziert ein beschädigtes Spital in Taizz. (21. Januar 2016)
Zerstörung als gewohntes Bild: Jamie McGoldrick inspiziert ein beschädigtes Spital in Taizz. (21. Januar 2016)
Reuters

Jamie McGoldrick, Sie hatten die Möglichkeit, die seit Monaten belagerte Stadt Taizz zu besuchen, die von humanitärere Hilfe weitgehend abgeschlossen ist. Wie ist die Situation dort?

Es hat lange gedauert, den Zugang auszuhandeln. Aber letztlich haben beide Seiten zugestimmt, was ein positiver Schritt war. Die Folgen der Kämpfe und der Belagerung sind offensichtlich, die Schäden an der zivilen Infrastruktur. Es sind nur sehr wenige Geschäfte geöffnet. Die Menschen riskieren ihr Leben, um Wasser, Lebensmittel und Benzin und Gas über die Linien in die abgeschnittenen Teile der Stadt zu bringen. Es liegt Müll in den Strassen, weil ihn niemand abholt, was die Gefahr von Krankheiten erhöht. Wir haben eines der wenigen noch arbeitenden Krankenhäuser der Region besucht, das wie andere medizinische Einrichtungen in diesem Konflikt mehrmals getroffen wurde und nicht in den Schutz kommt, den das Völkerrecht vorsieht. Das Personal dort macht einen fantastischen Job. Sie versuchen, den Einwohnern zu helfen, obwohl sie um ihre eigene Sicherheit fürchten müssen. Medikament sind knapp, ebenso Blut und, Sauerstoff, grundlegende Dinge, die man braucht, um die medizinische Versorgung sicherstellen zu können.

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