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Libyen-Krise: Diplomaten sollen am Samstag den Frieden schliessen

Laut einem Bericht des Westschweizer Fernsehens treffen sich morgen hochrangige Vertreter der Schweiz und Libyens. Auch Max Göldi soll laut seinem Anwalt bis dahin schon bald unterwegs in die Heimat sein.

Unterzeichnen Ghadhafi und die Schweiz ein Friedensabkommen: Der libysche Machthaber Muammar al-Ghadhafi.
Unterzeichnen Ghadhafi und die Schweiz ein Friedensabkommen: Der libysche Machthaber Muammar al-Ghadhafi.

«Vorsichtig optimistisch» sei sie, dass Max Göldi bald aus Libyen heimreisen könne. Das sagte Bundesrätin Micheline Calmy-Rey am Donnerstagabend gegenüber Radio DRS. Jetzt meldet das Westschweizer Fernsehen TSR weitere mutmassliche Fortschritte in der Affäre: Diplomaten aus Libyen und der Schweiz würden sich am Samstag treffen, «um der Krise ein Ende zu bereiten». Bereits heute Abend würde eine Schweizer Delegation beim libyschen Premier eintreffen, berichtet TSR mit Bezug auf die Zeitung «Qurina», die einem von Ghadhafis Söhnen gehört.

TSR hat nach eigenen Angaben Göldi heute in einem Hotelzimmer in Tripolis erreicht. Der Schweizer habe jedoch jeglichen Kommentar zu seiner Situation verweigert. Die Presseagentur AP zitiert Göldis Anwalt Saleh Zahaf heute Morgen mit den Worten, er erwarte dessen Abreise aus Libyen «am Samstag oder spätestens am Sonntag». Zuvor müssten Göldi noch sein Visum und andere wichtige Dokumente ausgehändigt werden. Auch der bereits heimgekehrte Rachid Hamdani sagte gegenüber «Le Matin», die Heimreise Göldis sollte wohl nicht länger dauern, als zu erwarten sei.

Am Donnerstagabend war bekannt geworden, dass der nach wie vor in Libyen festgehaltene Göldi aus dem Gefängnis freigelassen worden war. Göldi war im Februar zu vier Monaten Haft verurteilt worden. Die beiden Länder sind in diplomatische Unstimmigkeiten verwickelt, seit Genf im Sommer 2008 einen Sohn des libyschen Machthabers Muammar al-Ghadafi verhaften liess und Libyen daraufhin die beiden Schweizer Göldi und Hamdani festnahm.

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