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«Libyen ist dabei, zu einem gescheiterten Staat zu werden»

Die heutige Verschleppung von Regierungschef Ali Zeidan ist die jüngste Eskalation im Machtkampf mit den Milizen. Wie schwach ist der Staat? Wie stark sind die Milizen? Antworten von Experte Andreas Dittmann.

Sichtlich gezeichnet von den Ereignissen: Premier Ali Zeidan hält nach seiner Freilassung in Tripolis eine Medienkonferenz ab (10. Oktober 2013).
Sichtlich gezeichnet von den Ereignissen: Premier Ali Zeidan hält nach seiner Freilassung in Tripolis eine Medienkonferenz ab (10. Oktober 2013).
Reuters
Nach der Freilassung: Ali Zeidan kommt beim Regierungsgebäude an. (10. Oktober 2013)
Nach der Freilassung: Ali Zeidan kommt beim Regierungsgebäude an. (10. Oktober 2013)
AFP
In New York traf Zeidan am Rande der UNO-Generalversammlung auch US-Aussenminister John Kerry. (26. September 2013)
In New York traf Zeidan am Rande der UNO-Generalversammlung auch US-Aussenminister John Kerry. (26. September 2013)
Keystone
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«In Libyen können die Milizen machen, was sie wollen», sagt Andreas Dittmann, Geograph und Libyen-Experte an der Universität Giessen. Die vorübergehende Verschleppung von Ministerpräsident Ali Zeidan sei die bisher spektakulärste Aktion von Ex-Rebellen gewesen. Die Milizen äusserten ihre Unzufriedenheit mit der Zentralregierung in Tripolis immer wieder mit unzimperlichen Methoden. Laut Dittmann kommt es vor, dass bewaffnete Milizen zum Beispiel Ministerien besetzen oder umstellen. Im letzten April traf es sowohl das Innen- als auch das Aussenministerium.

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