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Kann Syrien noch immer Chemiewaffen herstellen?

Chemiewaffeninspekteure fanden in Syrien ein Sarin-Vorprodukt. Die EU ist in Sorge.

Kann Bashar al-Assad noch Chemiewaffen produzieren? Ein Kind wird nach einem Giftgasangriff in Syrien behandelt. (Archivbild)
Kann Bashar al-Assad noch Chemiewaffen produzieren? Ein Kind wird nach einem Giftgasangriff in Syrien behandelt. (Archivbild)
Reuters

Chemiewaffeninspekteure haben in Syrien Spuren eines Vorprodukts der Nervengase Sarin und VX gefunden. Angesichts des Fundes habe die EU die Sorge, dass Syrien noch immer über Chemiewaffen oder Bestandteile zu ihrer Herstellung verfügen könne, hiess es in einem am Freitag auf der Website der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) veröffentlichten Bericht.

Syriens Staatschef Bashar al-Assad hatte im Oktober 2013 der Vernichtung sämtlicher chemischer Kampfstoffe unter Aufsicht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen zugestimmt, nachdem die USA wegen eines Giftgasangriffs mit bis zu 1400 Toten nahe der Hauptstadt Damaskus mit einem Militärangriff gedroht hatten.

Das US-Schiff «Cape Ray» hat die Aufgabe, die chemischen Kampfstoffe der syrischen Armee zu vernichten. Dies wird an einem unbekannten Ort auf offener See geschehen.
Das US-Schiff «Cape Ray» hat die Aufgabe, die chemischen Kampfstoffe der syrischen Armee zu vernichten. Dies wird an einem unbekannten Ort auf offener See geschehen.
Keystone
Für die spezielle Mission wurden unter Deck der «Cape Rey» mobile Hydrolysesysteme installiert. Diese Verfahren benutzen Wasser, Chemikalien und Hitze, um die Kampfstoffe zu 99,9 Prozent zu neutralisieren. Die Giftigkeit der Rückstände entspricht dann dem Niveau von Industrieabfällen.
Für die spezielle Mission wurden unter Deck der «Cape Rey» mobile Hydrolysesysteme installiert. Diese Verfahren benutzen Wasser, Chemikalien und Hitze, um die Kampfstoffe zu 99,9 Prozent zu neutralisieren. Die Giftigkeit der Rückstände entspricht dann dem Niveau von Industrieabfällen.
AFP
Die Zerstörungsaktion der «Cape Ray» wird 45 bis 90 Tage dauern. Das hängt aber stark von Wetter und Wellengang ab. Die gefährlichsten Kampfstoffe wie Senfgas und Sarin müssen gemäss den UNO-Plänen bis Ende April zerstört sein.
Die Zerstörungsaktion der «Cape Ray» wird 45 bis 90 Tage dauern. Das hängt aber stark von Wetter und Wellengang ab. Die gefährlichsten Kampfstoffe wie Senfgas und Sarin müssen gemäss den UNO-Plänen bis Ende April zerstört sein.
Keystone
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Die ausgelieferten Giftgasbestände – insgesamt 1300 Tonnen – wurden auf hoher See im Mittelmeer unschädlich gemacht.

SDA/chk

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