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Islamkritischer Autor wieder aufgetaucht

Der deutsch-ägyptische Publizist Hamed Abdel-Samad war in Kairo spurlos verschwunden. Nun ist er wieder aufgetaucht. Der Sohn eines Imams ist einer der schärfsten Ankläger der Islamisten.

Einst Islamist, heute Islamkritiker: Hamed Abdel-Samad.
Einst Islamist, heute Islamkritiker: Hamed Abdel-Samad.
Keystone

Er ist eine Art ägyptischer Salman Rushdie, auch wenn er diesmal wohl noch mal davongekommen ist. Hamid Abdel-Samad, geboren 1972 in Ägypten, in Deutschland als Wissenschaftler, Schriftsteller, vor allem aber als Islamkritiker bekannt, war seit Sonntag verschwunden. Seine Spur verlor sich in Kairo auf der Salah-Salem-Strasse in der Nähe des Ashar-Parks. Dort habe er jemanden treffen wollen, so sagte sein Bruder Mahmud einem Fernsehsender. Von dort rief Hamid Abdel-Samad einen ägyptischen Polizisten an, der wiederum den Bruder informierte. Die Rede war von einem schwarzen Auto, das ihm folge. Anfang Juni hatten islamistische Hetzer – jetzt kommt die Parallele zu Rushdie – öffentlich zum Mord an Abdel-Samad aufgerufen. So weit, so beunruhigend. So klar?

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