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IS verkauft 42 «Sklavinnen» an syrische Kämpfer

Die IS-Kämpfer in Syrien kaufen dem irakischen IS-Zweig 42 verschleppte Jesidinnen ab. Der Preis pro Frau liegt zwischen 500 und 2000 Dollar.

Vom IS verfolgt: Jesidinnen in einem Flüchtlingscamp in der Nähe der irakischen Grenzen am 18. August 2014.
Vom IS verfolgt: Jesidinnen in einem Flüchtlingscamp in der Nähe der irakischen Grenzen am 18. August 2014.
SRT, Keystone

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten dutzende irakische Jesidinnen an IS-Kämpfer in Syrien verkauft. Es handle sich um 42 Frauen, die von den Extremisten als «Sklavinnen» gehalten würden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mit. Sie seien «für 500 bis 2000 Dollar» (468 bis 1872 Franken) verkauft worden.

Die Frauen seien im vergangenen Jahr in der nordirakischen Sindschar-Region verschleppt worden, teilte die Beobachtungsstelle weiter mit. In diesem Monat seien sie in die vom IS kontrollierte Stadt Majadeen in der ostsyrischen Provinz Deir Essor gebracht worden. «Einige wurden mit ihren Kindern verschleppt, aber wir wissen nichts über ihr Schicksal», sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die in Grossbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich nach eigenen Angaben in Syrien auf ein Netzwerk von Informanten, ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Der IS hatte vor einem Jahr eine Offensive gestartet und in der Folge weite Teile des Irak und Syriens überrannt. Die Miliz ist für ihre Gräueltaten gegen religiöse Minderheiten, insbesondere die Jesiden, bekannt. Die Jesiden leben vorwiegend im Nordirak und sind mehrheitlich ethnische Kurden. Der IS verübte Massaker unter den Jesiden, zwang zehntausende in die Flucht und verschleppte tausende Mädchen und Frauen, die als Sexsklavinnen missbraucht wurden. Nach UN-Angaben könnten die Grausamkeiten als Genozid gewertet werden.

(AFP)

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