IS-Führer bestätigen Tod von Baghdadi

Der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat ist laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte tatsächlich tot.

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Der Anführer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, ist nach Angaben von Aktivisten tot. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte heute mit, dies hätten hochrangige IS-Führer in der syrischen Provinz Deir Essor bestätigt.

Es sei allerdings unklar, wann und wie Baghdadi gestorben sei, sagte der Leiter der in Grossbritannien ansässigen Beobachtungsstelle. Die oppositionsnahe Organisation stützt sich auf ein Netz von Aktivisten und Informanten in Syrien. Ihre Angaben können in der Regel von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

US-Präsident Donald Trump scheint den Tod mit seinem letzten Tweet zu bestätigen. Er schreibt das zwar nicht direkt, sondern spricht von «grossen Erfolgen gegen den IS».

Tod durch russische Bombe?

Auch Moskau hatte erst kürzlich den Tod von Baghdadi verkündet. Das russische Verteidigungsministerium hatte Mitte Juni erklärt, es überprüfe Hinweise, dass Baghdadi bei einem russischen Luftangriff nahe der syrischen IS-Hochburg Raka ums Leben gekommen sei. Demnach bombardierte die russische Luftwaffe am 28. Mai ein Treffen von Anführern der IS-Miliz südlich von Raka. Die US-geführte Koalition konnte die Angaben damals nicht bestätigen.

Der Iraker Baghdadi hatte 2014 mit der IS-Miliz weite Teile des Iraks und Syriens erobert. Im Juli 2014 war Baghdadi im irakischen Mosul das einzige Mal öffentlich aufgetreten. Dabei rief er das «Kalifat» des IS in Teilen des Irak und im benachbarten Syrien aus und forderte Muslime auf, seinen Anweisungen Folge zu leisten. Baghdadi wurde schon mehrfach für tot erklärt.

rub/AFP

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