Zum Hauptinhalt springen

Iran will Importe zurückfahren

Der Iran will Einfuhr-Einschränkungen einführen. Damit sollen die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft abgefedert werden.

Will weniger Luxus-Güter importieren: Irans Industrieminister Mehdi Ghasanfari (rechts). (Archivbild)
Will weniger Luxus-Güter importieren: Irans Industrieminister Mehdi Ghasanfari (rechts). (Archivbild)
Reuters

Der Iran will seine Abhängigkeit vom Westen durch die Einschränkung von Importen verringern. Um die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft besser abfedern zu können, dürften nur noch Basisgüter zu einem subventionierten Dollarkurs gekauft werden, sagte Vize-Industrieminister Hamid Safdel gestern.

Bei anderen Produkten wie beispielsweise Handys, Koffern, Kleidung oder Autos müssten die Käufer hingegen die Dollar zu einem deutlich schlechteren Kurs auf dem Offenmarkt erwerben, zitierte die Nachrichtenagentur Isna den Minister weiter.

Weniger Luxusgüter kaufen

Bereits am Samstag hatte Industrieminister Mehdi Ghasanfari laut der Nachrichtenagentur Mehr die Iraner dazu aufgefordert, den Gebrauch von Luxusgütern einzuschränken und stärker auf nationale Hersteller zurückzugreifen, um der Regierung den Umgang mit den Sanktionen wegen des Atomprogramms zu erleichtern.

Laut Isna geben die 75 Millionen Iraner jährlich 10 bis 20 Milliarden Dollar für die Einfuhr von Luxusgütern und Produkten, die nicht für den Alltag benötigt werden, aus. Vor allem Samsung-Geräte und Peugeot-Autos gelten als beliebt.

Landeswährung Rial an Wert verloren

In diesem Jahr, in dem unter anderem die EU und die USA ihre Sanktionen verschärft haben, hat die Landeswährung Rial deutlich an Wert verloren. Seither wird auf dem Offenmarkt kaum gehandelt, der Schwarzmarkt scheint hingegen zu blühen.

Während die Islamische Republik ihr Volk auffordert, sich beim Kauf ausländischer Luxuswaren zurückzuhalten, sind möglicherweise Benzin-Einfuhren nötig.

Instandhaltungsarbeiten an der zweitgrössten Ölraffinerie drücken die Tagesproduktion an Benzin deutlich, die bisher bereits nicht zur Deckung der Nachfrage genügte. Entweder muss der Staat laut Mehr Abstriche bei der Qualität machen oder aus dem Ausland importieren.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch