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Iran kann AKW bald betreiben

Die Inbetriebnahme des ersten iranischen Atomkraftwerks ist binnen kurzem Tatsache.

Bis zum Jahresende würden Schritte eingeleitet, die eine baldige Inbetriebnahme des Reaktors «unumkehrbar» machten, sagte Leonid Resnikow, Chef des Unternehmens Atomstroiexport, heute in Moskau. Iran zahlt Russland eine Milliardensumme für die Errichtung des 1000-Megawatt-Kraftwerks am Persischen Golf.

Der Tag, an dem der Reaktor in den regulären Dienst gehen wird, soll den Angaben zufolge noch in diesem Monat in Gesprächen zwischen Moskau und Teheran festgelegt werden. Der Iran hatte zuvor angekündigt, das Kraftwerk werde schon diesen Herbst ans Netz gehen.

Kritik aus dem Westen

Die USA und andere westliche Staaten haben Russland wegen des Reaktorbaus wiederholt kritisiert. Sie fürchten, Teheran könnte von Russland gelieferte Kernbrennstäbe zur Herstellung von Atomwaffen nutzen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wollte zu der bevorstehenden Inbetriebnahme keine Stellung nehmen. Auch US-Aussenamtssprecher Sean McCormack wollte den Vorgang nicht direkt bewerten. Er erklärte jedoch, der Fall sei in gewisser Weise ein Modell, das es dem Iran erlaube, die zivile Atomkraft zu nutzen, ohne selbst die Brennstäbe herstellen zu können. Denn dafür sei der Iran nicht vertrauenswürdig genug.

AP/vin

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