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In Turnschuhen und Sandalen

Die syrischen Kurden, die zu über 140'000 in die Türkei geflohen sind, begrüssen zwar die US-Luftschläge gegen die Stellungen des IS. Aber für sie kommen die Schläge zu spät.

«Von unserem Dorf ist nicht übrig»: Syrische Kurden tragen ihre wenigen Habseligkeiten über die Grenze in die türkische Kleinstadt Suruc. Foto: Bulent Kilic (AFP)
«Von unserem Dorf ist nicht übrig»: Syrische Kurden tragen ihre wenigen Habseligkeiten über die Grenze in die türkische Kleinstadt Suruc. Foto: Bulent Kilic (AFP)

Irgendwann steht da dieser weisse ­Eimer mit gelber Linsensuppe. Sofort bildet sich eine Menschentraube. Kaum zwei Minuten später ist das Plastikgefäss leer, der Auflauf vorbei.

Und keiner hat gedrängelt oder geschubst. Erstaunlich. Wie vieles in Suruc, einer kurdischen Kleinstadt mit 60'000 Einwohnern – in normalen Zeiten. Aber in Suruc, einen Katzensprung entfernt von der syrischen Grenze, in der türkischen Südostprovinz Sanliurfa, ist nichts, wie es war, seit die ­Türkei am vergangenen Freitag den Stacheldraht an neun Stellen durchschnitten hat, der sie zuvor von dem Bürgerkriegsnachbarn trennte. Nun gibt es in Suruc wohl doppelt so viele Menschen oder noch mehr. Keiner hat sie gezählt.

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