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Im Wald gestrandet

Sie träumen vom Paradies und landen in der Hölle: Der Weg nach Europa endet für viele junge Afrikaner in Marokko. Wenn sie gewusst hätten, was sie dort erwartet, wären sie nie aufgebrochen.

Amir Ali
Ausgeliefert: Ein schwarzafrikanischer Flüchtling versteckt sich im Wald, der unweit der Grenze zur spanischen Exklave Melilla liegt.
Ausgeliefert: Ein schwarzafrikanischer Flüchtling versteckt sich im Wald, der unweit der Grenze zur spanischen Exklave Melilla liegt.
Alberto Estevez, Keystone
Nie waren sie dem Ziel näher. Und nie war es so unerreichbar wie hier: Von diesem stillgelegten Bunker im Wald von Gourougou aus hat man die beste Aussicht auf die spanische Exklave Melilla. (März 2013)
Nie waren sie dem Ziel näher. Und nie war es so unerreichbar wie hier: Von diesem stillgelegten Bunker im Wald von Gourougou aus hat man die beste Aussicht auf die spanische Exklave Melilla. (März 2013)
Amir Ali
Die letzte Hürde: Der Grenzzaun von Melilla wird streng bewacht. (Archiv)
Die letzte Hürde: Der Grenzzaun von Melilla wird streng bewacht. (Archiv)
Alvaro Barrientos, Keystone
Europa beginnt in Afrika, wie hier in Ceuta: Die EU hat Millionen in die Sicherung der Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent gesteckt. (Archiv)
Europa beginnt in Afrika, wie hier in Ceuta: Die EU hat Millionen in die Sicherung der Exklaven auf dem afrikanischen Kontinent gesteckt. (Archiv)
Reuters
Wer seine Fahrkarte für den Schlepper-Express verspielt hat, der nimmt Plan B in Angriff: Mit selbstgebastelten Leitern machen sich die Männer von Gourougou auf zum Zaun. (Archiv)
Wer seine Fahrkarte für den Schlepper-Express verspielt hat, der nimmt Plan B in Angriff: Mit selbstgebastelten Leitern machen sich die Männer von Gourougou auf zum Zaun. (Archiv)
Abdelhak Senna, AFP
«Marokko ist die Hölle»: Manche verlassen den Berg nach Monaten oder Jahren, um in Marokkos Städten unterzutauchen: Migranten in Rabats Armenviertel Taqadum. (März 2013)
«Marokko ist die Hölle»: Manche verlassen den Berg nach Monaten oder Jahren, um in Marokkos Städten unterzutauchen: Migranten in Rabats Armenviertel Taqadum. (März 2013)
Amir Ali
Zu Hause in Kamerun, der Elfenbeinküste oder Nigeria kennt niemand die Wahrheit: Ein Malier im Wald von Gourougou. (Archiv)
Zu Hause in Kamerun, der Elfenbeinküste oder Nigeria kennt niemand die Wahrheit: Ein Malier im Wald von Gourougou. (Archiv)
Alberto Estevez, Keystone
Infrastruktur der Elenden: Der Kameruner Mohammed, 15 Jahre alt, lebt seit neun Monaten im Wald. (März 2013)
Infrastruktur der Elenden: Der Kameruner Mohammed, 15 Jahre alt, lebt seit neun Monaten im Wald. (März 2013)
Amir Ali
Essen ist Mangelware. Oft gibt es zwei oder drei Tage lang nichts: Wir haben uns den Zugang auf den Berg mit Brot erkauft. (März 2013)
Essen ist Mangelware. Oft gibt es zwei oder drei Tage lang nichts: Wir haben uns den Zugang auf den Berg mit Brot erkauft. (März 2013)
Amir Ali
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Unter ihm liegt das Paradies. Er kann es von seinem Berg aus sehen. Jeden Tag, auch bei Nebel und Regen. So nah ist es. Tausende Kilometer hat er zurückgelegt, seit er seine Familie in Gabun verlassen hat. Die grosse Wüste hat er durchquert und viele Grenzen überschritten. Nie war er seinem Ziel näher. Und nie war das gelobte Land so unerreichbar wie hier. «Ich mag nicht mehr. Ich bin müde», sagt Lapapy. Sein Blick geht ins Leere. Sein Gesicht zuckt.

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