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Hochkarätiger Vermittler für Syrien

Die UNO hat Kofi Annan zum Sondergesandten für Syrien ernannt. Der Ex-Generalsekretär soll in einem Konflikt vermitteln, der immer hoffnungsloser wird.

Generalsekretär der Vereinten Nationen bis 2006: Kofi Annan.
Generalsekretär der Vereinten Nationen bis 2006: Kofi Annan.
Keystone

Der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan ist zum Sondergesandten für Syrien ernannt worden. Das gaben UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, in der Nacht auf heute in New York bekannt. Annan werde sich bemühen, durch Vermittlungen ein Ende der Gewalt und der Menschenrechtsverletzungen in Syrien zu erreichen, und sich für eine friedliche Lösung der Krise einsetzen, hiess es. Er werde dazu mit Kräften innerhalb und ausserhalb Syriens zusammenarbeiten.

Ziel sei eine «politische Lösung, die die demokratischen Hoffnungen der syrischen Bevölkerung erfüllt». Der Friedensnobelpreisträger und erfahrene Vermittler solle von einem Stellvertreter aus dem arabischen Raum unterstützt werden. Der 73-jährige Annan war von 1997 bis 2006 Generalsekretär der Vereinten Nationen. Annan war zuvor als Favorit für den Posten genannt worden. Heute Freitag kommen Vertreter von mehr als 50 Staaten und internationalen Organisationen zu einer Syrien-Konferenz in Tunesien zusammen.

Erfahrung als Krisenvermittler

Kofi Annan war von 1997 bis 2006 Generalsekretär der Vereinten Nationen. Anschliessend schaltete er sich als Vermittler in Krisen ein, etwa vor vier Jahren bei den heftigen Unruhen nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Kenia.

Die UNO bemüht sich um ein Ende des blutigen Vorgehens der syrischen Regierung gegen die Protestbewegung in dem arabischen Land. In der vergangenen Woche forderte die UNO-Vollversammlung ein sofortiges Ende der Gewalt, ihre Resolution hat aber nur symbolischen Charakter. Ein Eingreifen des UNO-Sicherheitsrates scheiterte bislang am Veto Russlands und Chinas.

(SDA)

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