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Felssturz in Kairo: Viele Tote und Verletzte

In Kairo suchen Bewohner eines Armenviertels verzweifelt nach ihren Angehörigen. Ein Felsbrocken hat bis zu 500 Menschen unter sich begraben. Mindestens 30 Menschen sind tot.

Ein herabstürzender Felsbrocken hat im Armenviertel Manschijet Nasser in Kairo mindestens 30 Menschen getötet, 35 weitere sind verletzt geborgen worden.

Von den Kalksteinfelsen sind tonnenschwere Brocken hinunter gestürzt und haben 35 Häuser unter sich begraben. In diesen wohnen gut 500 Menschen, wie der Lokalpolitiker Haidar Bardadi dem ägyptischen Fernsehen sagte.

Das Rettungswerkzeug fehlt

Die Bewohner wurden am frühen Morgen zumeist noch im Schlaf von dem Felssturz überrascht. Es dauerte lange, bis die Rettungskräfte eintrafen, so dass die Menschen zunächst mit blossen Händen nach möglichen Opfern suchten. Dies steigerte den ohnehin weit verbreiteten Unmut über die ägyptischen Behörden. Als Ursache für den Felssturz wurde ein mangelndes Abwassersystem der Siedlungen auf dem Plateau über den Klippen angeführt. Dort oben werde das Abwasser schlicht zu den Felsen geleitet, die dadurch zerfressen würden, sagte der Lokalreporter Hani Rifaat der Nachrichtenagentur AP.

Elendssiedlungen wie Manschijet Nasser werden in Ägypten häufig von Wanderarbeitern errichtet, die in der 17-Millionen-Metropole Kairo eine Beschäftigung suchen. Die Bauweise widerspricht in der Regel allen Sicherheitsvorschriften, und sanitäre Einrichtungen sind häufig nicht vorhanden.

AP/bru

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