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Explosionsserie vor Schiitenfeier im Irak

Im Irak sind mehrere Bombenanschläge verübt worden. In der Hauptstadt Bagdad und drei weiteren Städten sind mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere wurden verletzt.

Die Anschläge ereigneten sich inmitten der Vorbereitungen für grosse schiitische Feierlichkeiten in der irakischen Hauptstadt: Trümmer im Norden Bagdads.
Die Anschläge ereigneten sich inmitten der Vorbereitungen für grosse schiitische Feierlichkeiten in der irakischen Hauptstadt: Trümmer im Norden Bagdads.
Reuters

Bei offenbar koordinierten Bombenanschlägen in vier irakischen Städten sind heute mindestens 72 Menschen getötet und 250 weitere verletzt worden. Die meisten Angriffe richteten sich gegen schiitische Pilger. Es war bereits die dritte Anschlagsserie gegen Schiiten in dieser Woche.

In den frühen Morgenstunden sei im Bagdader Stadtteil Taji nahe einer religiösen Prozession eine Autobombe explodiert, teilte die Polizei mit. Dabei seien 7 Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Bei drei weiteren Detonationen in verschiedenen Teilen der Stadt seien mindestens 19 Menschen getötet und über 50 weitere verletzt worden. Die Behörden gingen davon aus, dass die Zahl der Toten noch weiter steigt. Bei der Explosion von zwei Autobomben in der Stadt Hilla kamen 21 Menschen ums Leben, 53 weitere wurden verletzt.

In der Stadt Kerbela detonierte eine Autobombe in der Nähe einer Gruppe schiitischer Pilger und tötete zwei Menschen. Weitere 22 seien bei dem Anschlag verletzt worden, teilten Vertreter der Polizei und der Spitäler mit.

Erinnerung an den 7. Imam

Bei der Explosion zweier in Fahrzeugen versteckter Sprengsätze in der Ortschaft Balad nördlich von Bagdad wurden den Behördenangaben zufolge sieben Pilger getötet und 34 weitere verletzt. Die Anschlagsserie ereignete sich inmitten der Vorbereitungen für grosse schiitische Feierlichkeiten in Bagdad zu Ehren des Todes von Mussa al-Kasem, des siebten von zwölf Imamen, die von der Strömung der Zwölfer-Schia verehrt werden.

Der Imam liegt in einem Mausoleum in al-Kazimiyya im Norden Bagdads begraben. Seines Todestags wird dieses Jahr am 18. Juni gedacht.

Zuletzt hatte es am 4. Juni einen grossen Anschlag in Bagdad gegeben, als ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe am Sitz einer religiösen schiitischen Stiftung 25 Menschen tötete. Zum Anschlag bekannte sich die zum Terrornetzwerk al-Qaida gehörende Gruppe Islamischer Staat Irak.

SDA/wid/rub

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